Heftige Unwetter wüten in Bayern: Mehrere Orte unter Wasser - dramatische Rettungsaktion für weggespülte Autofahrer

Heftige Unwetter wüten in Bayern: Mehrere Orte unter Wasser - dramatische Rettungsaktion für weggespülte Autofahrer

Startbahngegner drohen CSU mit Anzeige

Freising - Der Streit zwischen CSU und Vorkämpfern der Startbahngegner eskaliert. Aufgemuckt-Sprecher Hartmut Binner spricht von einem „ganz feigen, hinterhältigen Zug“ der CSU und behält sich eine Anzeige vor.

Die vier Strafanzeigen gegen Unbekannt, die die Freisinger CSU wegen der Verunstaltungen ihrer Wahlplakate und wegen der Schmierereien am CSU-Bürgerbüro gestellt hat, haben, wie berichtet, zu Anrufen der Polizei bei Aufgemuckt-Sprecher Hartmut Binner und dem Attachinger Plane-Stupid-Mitglied Ludwig Grüll geführt. CSU-Ortschef Erich Irlstorfer hatte dazu betont, die Anzeigen der CSU seien gegen Unbekannt gerichtet, die Namen Binner und Grüll kämen da nicht vor.

Das, so hat jetzt Binner betont, sei schon richtig. Das große Aber: Der Polizeibeamte, der ihn auf seinem Krankenlager angerufen habe, habe ihm eindeutig eine „Beschuldigtenvernehmung“ angekündigt. Vor allem: Der Beamte habe ihm, Binner, klipp und klar bestätigt, dass die Anzeigenerstatter, also Irlstorfer und CSU-Kreischef Florian Herrmann, mündlich die Namen Binner und Grüll als „Hauptverdächtige“ genannt hätten. Das sei ihm später nochmals „ganz klar“ von der Polizei bestätigt worden, sagt Binner. Und das finde er einen „ganz feigen, hinterhältigen Zug“ der Freisinger CSU. Zumal Binner, wie berichtet, seit 12. August im Krankenbett liegt und damit ein wasserdichtes Alibi hat.

Und deshalb behielten es sich er und Grüll vor, die CSU-Chefs wegen übler Nachrede und Verleumdung selbst anzuzeigen, sollte nicht bis heute Abend eine Entschuldigung oder - noch besser - eine Rücknahme der Strafanzeige erfolgt sein.

Irlstorfer reagierte auf Nachfrage des FT, ob man denn die Namen Binner und Grüll der Polizei genannt habe, so: Man habe Anzeige gegen Unbekannt erstattet, dabei aber keine Verdächtigungen ausgesprochen - schon gar nicht gegen einzelne Personen. Darüber gebe es auch Protokolle. Man habe lediglich die öffentlichen Aussagen wie „Heimatzerstörer“ und andere Titulierungen „herangezogen“. Für eine Rücknahme der Strafanzeige oder eine öffentliche Entschuldigung sehe er also „keine Veranlassung“. Im Gegenteil: „Die sollen sich entschuldigen, die uns immer wieder Heimatzerstörer nennen.“ Und auch Herrmann hat im Gespräch mit dem FT ebenfalls betont, man habe weder Binner noch Grüll angezeigt. „Wir kämen wir denn dazu?“, so Herrmann wörtlich.

Für Binner ist die Sache allerdings klar: Das sei „unterste Schublade“, was die CSU da unternehme. Nie sei Aufgemuckt in all den acht Jahren des Startbahn-Widerstands von der örtlichen CSU ernst genommen worden, blickt Binner zurück. Mit allen anderen Parteien habe man (meist des Öfteren sogar) geredet, nur die CSU habe nie versucht, Kontakt mit Aufgemuckt aufzunehmen.

Jetzt, wo den Christsozialen „die Felle davonschwimmen“, weil sie Angst hätten, Grünen-MdL Christian Magerl könne das Direktmandat im Landkreis erringen und nicht Herrmann, würden Aufgemuckt & Co. plötzlich ernst genommen, so Binners Einschätzung - wenn auch auf eine Art, die „unter der Gürtellinie“ sei. (zz)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Vollsperrung in der Freisinger Innenstadt - Marienplatz bis Oktober nicht mehr anfahrbar
Die Baumaßnahmen in der Freisinger Innenstadt laufen nach Plan. Ab Montag kommt es zu einer Vollsperrung in der Innenstadt.
Vollsperrung in der Freisinger Innenstadt - Marienplatz bis Oktober nicht mehr anfahrbar
Mit grauem Mercedes unterwegs: Freisinger (82) vermisst
Die Polizei sucht nach dem 82-jährigen Ludwig Bachmaier aus Freising. Er wird seit Dienstagvormittag vermisst.
Mit grauem Mercedes unterwegs: Freisinger (82) vermisst
Coronafall in Marzlinger Seniorenheim: Reihentestung am Mittwoch
Eine Mitarbeiterin des Vitalis-Senioren-Zentrums in Marzling ist positiv auf Corona getestet worden. Am Mittwoch findet dort eine Reihentestung statt.
Coronafall in Marzlinger Seniorenheim: Reihentestung am Mittwoch
Eine Radltour mit 18 Stopps, die sich lohnen
Wer in den Sommerferien eine Radltour plant, für den gibt es eine lohnende Route entlang des Hallbergmooser „Geschichtswegs“: An 18 Stationen kann man Halt machen und …
Eine Radltour mit 18 Stopps, die sich lohnen

Kommentare