Sternschule und Berufsschule Freising sind "MINT-freundlich"

Freising - 2013 war es die Realschule. Jetzt wurden gleich zwei Freisinger Bildungseinrichtungen für ihr Engagement in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik als „MINT-freundliche Schulen“ ausgezeichnet: die Neustifter Sternschule und die Berufsschule.

Insgesamt 43 Schulen wurden am Montag im Airbräu am Flughafen bei einer Veranstaltung der Initiative „MINT Zukunft schaffen“ mit Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich als „MINT-freundliche Schulen“ in Bayern ausgezeichnet. Darunter war als einzige Grundschule die Neustifter Schule am Sternplatz. Was genau ihre Schule in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik anbietet, erläutert Schulleiterin Renate Bruckmeier: „Wir sind seit drei Jahren SINUS-Schule. Das ist ein Programm zur Steigerung der Effizienz im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht - mit externen Beratern macht man sich Gedanken zur Weiterentwicklung des Unterrichts. Und wir hatten im vergangenen Schuljahr zwei eigene Mathematik-Projekttage.“

Zudem arbeite die Grundschule eng mit den Stadtwerken zusammen, die immer wieder Experten zu bestimmten Themenkreisen vorbeischickten - sei es nun Wasser, Strom oder Dampf. Auch Ernährung und Gesundheit seien vorrangige Bereiche im Fach HSU (Heimat- und Sachunterricht). „Das machen aber auch andere Schulen“, weiß Bruckmeier, die sich trotzdem sehr über diese Auszeichnung freut.

Und natürlich versucht man an der Sternschule, Spaß an MINT-Aufgaben zu wecken. Im Advent beispielsweise gibt es, wie jedes Jahr, eine sogenannte „Weihnachtsknobelei“: „Da hängen in der Schule Aufgaben aus, die die Kinder lösen und ihre Lösungen einreichen können. Der Wochensieger bekommt dann einen kleinen Preis“, erklärt die Neustifter Rektorin. Im Frühjahr läuft dasselbe unter dem Titel „Osterknobelei“.

Zudem ist für das aktuelle Schuljahr wieder ein Mathematik-Tag geplant, eventuell soll aber auch ein Naturwissenschaftstag steigen. Und die Schule möchte in den kommenden Monaten die „LEGO-Education“ vorantreiben. Hier ist LEGO einmal keine Abkürzung für ein Programm, sondern es handelt sich wirklich um die bekannten Bausteine. „Da gibt es verschiedene Baukästen für verschiedene Klassen“, sagt Bruckmeier. „Man kann damit Mathematik und HSU vertiefen, Forschen, Untersuchen und Bauen, aber auch Sprach-Schulungen durchführen.“ Möglicherweise, so lässt die Rektorin vorsichtig anklingen, „könnten wir dann eine LEGO-Referenzschule werden“.

Sehr viel größere Schüler hat die Berufsschule Freising mit Projekttagen zu Wasser und Luft, Fach-Referaten und Aktionen wie „Zauberhafte Physik“ für die MINT-Fächer begeistert. Das Besondere daran: Mit den Veranstaltungen für die angehenden Kinderpflegerinnen und Erzieherinnen „schaffen wir Multiplikatoren, die das Interesse an diesen Fächern in die Einrichtungen weitertragen“, betont die stellvertretende Schulleiterin Ingrid Link. So kann alles, was in den MINT-Veranstaltungen an der Berufsschule gelernt wird, auch gleich in den Kindertagesstätten vermittelt werden, in denen die Berufsschüler arbeiten. (da)

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