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Straßensanierung: Hetzenhauser fühlen sich zum Zahlen genötigt

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Hetzenhausen - Die Bürger von Hetzenhausen bewegt vor allem die angehende Straßensanierung, bei der sie mitbezahlen müssen. Ihrem Ärger machten sie bei einem Ortsgespräch der Freien Wähler Luft.

Bürgermeister Rainer Schneider machte dabei deutlich, dass die Gemeinde Neufahrn von oben herab unter Druck gesetzt wird, genau diese Maßnahme anzustoßen.

Schneider erklärte, dass die Gemeinde Neufahrn bereits zweimal aufgefordert wurde zu der Straßensanierung, an der die Anlieger beteiligt werden. Die Maßnahme müsse im Zuge der Gleichberechtigung mit anderen Gemeindeteilen, in denen die Straßenausbausatzung bereits zur Anwendung kam, Schneider erklärte, dass die Gemeinde die dringend sanierungsbedürftige Hauptstraße und die ebenfalls in schlechtem Zustand befindliche Kirchenstraße in den nächsten Jahren in Angriff nehmen werde. Alle anderen Straßen sollten unterdessen so lange wie möglich hinausgezögert werden. Der Bürgermeister zeigte auf, dass die Hauptstraße in Haushaltsberatungen 2011 ein Thema werde.

Der Anteil der auf die Anlieger umzulegenden Kosten würde bei dieser überörtlichen Straße 50 Prozent betragen. Reine Anliegerstraßen haben dagegen das Umlageverhältnis 90:10. Die Hetzenhausener hatten einige Fragen zu den Zahlungsmodalitäten und auch zu den Zahlungen, die der Abwasserzweckverband bei der Kanalverlegung bereits getan hat. „Die haben nicht die ganze Straßensanierung vorab bezahlt“, stellte Schneider klar, „wenn es hoch kommt, dann beläuft sich die Zahlung auf fünf Prozent der Straßensanierungskosten.“

Das zweite große Thema in Hetzenhausen ist die benachbarte Autobahn A 9. Hier beschwerte sich ein Anlieger, dass es seit der Abholzung des Lärmschutzwalls lauter denn je in Hetzenhausen ist. Hier konnte Schneider keine schnelle Abhilfe versprechen, da am Wall vor dem in den nächsten Jahren geplanten vierspurigen Ausbau des Autobahnstücks nichts passieren werde.

Der Bürgermeister ist beim Thema A 9 derzeit erst einmal erleichtert, „dass der Ausbau des Rathofes Fürholzen nicht so schlimm wie befürchtet wird.“ Der Super-Gau wäre ein Parkplatz für mehr als 1000 Lastwagen gewesen, so aber ist derzeit „nur“ eine Verdopplung der Rastplatzfläche im Gespräch. Beim Ausbau der Autobahn sieht Schneider realistische Chancen für die Gemeinde Neufahrn, Schallschutzbauten genehmigt zu bekommen.

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