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Filmreif: Dirigent Felix Mayer führte das Orchester der Musikwerkstatt durch den Soundtrack diverser Kinowerke.

Semesterkonzert in Weihenstephan

Stürmische Töne im Hörsaal

Der Hörsaal war gut gefüllt, als die Weihenstephaner Musikwerkstatt zum Semesterkonzert bat. Chor, Orchester, Big Band und das Jazz-Project gaben dem Auditorium gehörig eins auf die Ohren.

Der 31-köpfige Chor unter dem Dirigat von Felix Mayer hatte sich Lieder von den Wise Guys vorgenommen, der „bekanntesten unbekannten Vokalformation“ aus Köln, wie sich die Fünf selber nennen. „Wo der Pfeffer wächst“ handelt von einer verflossenen Liebe. In „Früher“ wurde nostalgisch verklärt, was eigentlich nicht zu verklären ist. Die Singers folgten ihrem Leiter, der breitbeinig vor seinen Sängern die rhythmische Richtung vorgab. „Jetzt ist Sommer“ und „Juli“ komplettierten die Darbietungen des Chors, der nicht nur stimmlich überzeugte, sondern auch choreografisch etwas zu bieten hatte.

Als Dirigent fungierte Felix Mayer auch, als das Orchester der Musikwerkstatt große Filmmusik bot. Mayer sparte bei der „Suite from the Magic of Harry Potter“ nicht mit großen Gesten – freilich ohne zu übertreiben. Wunderbar zu hören auch die „Symphonic Suite from Lords of the Rings“. Man konnte die stürmenden Heerscharen nachgerade hautnah erleben. Und bei der „Suite from Pirates of the Caribbean“ zeigte das Orchester seine Einsatzfreudigkeit im Wechsel zwischen den Streichern und den Bläser. Zu Recht heimsten die Musiker tosenden Applaus ein.

Das „Jazz-Project“ unter der Leitung von Karl Muskini glänzte mit „Burritos to go“ und „I know you were Trouble“. Das Publikum im Hörsaal spürte beim Auftritt, dass bei diesem Jazz-Projekt etwas sehr Bemerkenswertes im Entstehen ist.

Das Finale des Semesterkonzerts blieb der Big Band der Musikwerkstatt vorbehalten. Auch hier hatte Karl Muskini das Heft in der Hand. „Pick up the Pieces“ und „Fly me to the Moon“, unter Jazzfreunden ein echter Gassenhauer, machten schnell deutlich, welches Potenzial in dieser (von der Anzahl der Mitglieder her) gar nicht so großen Band steckt. Das letzte Stück des Abends „Down to the Nigth Club“ ließ die vorzüglichen Musiker noch einmal deutlich zur Geltung kommen. Saxophone und Posaunen, dazu ein sehr komplettes Schlagzeug – dieses Zusammenspiel war pure Harmonie.

Die Hörer im Zentralen Hörsaalgebäude bekamen bei diesem Semesterkonzert erneut einen kleinen Geschmack davon, dass die Musikwerkstatt Weihenstephan längst mehr als ein Geheimtipp in der Musikszene ist.

Heinz Mettig

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