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Er liebt das Orgelspiel: Josef Huber aus Sünzhausen.

Seit 60 Jahren spielt Josef Huber aus Sünzhausen an der Orgel

Organist mit Leib und Seele

Sünzhausen  - Er spielt die Orgel wie kein anderer: Josef Huber heißt der Organist, der seit 60 Jahren die Gottesdienste musikalisch begleitet. Und das Spiel des Sünzhauseners tönte nicht nur in einer Kirche im Landkreis.

Dem damaligen Pfarrer von Sünzhausen, Pfarrer Anton Maier, hat Josef Huber dieses Jubiläum wohl zu verdanken. Seinerzeit war der Organist in Sünzhausen war gestorben. Es musste schnell ein neuer her. Der Pfarrer hielt Huber, der zu dieser Zeit Ministrant war, für musikalisch. Also brachte er ihm die Grundkenntnisse des Orgelspielens bei.

Schon nach einem Jahr hatte Josef Huber seine Premiere in der Kirche. Einen Vertrag mit dem Ordinariat unterschrieb der damals 13-Jährige im Jahr 1956. Vier Jahre später besuchte er die Organisten- und Chorregentenschule in München. „Wenn die Freunde draußen gespielt haben, habe ich geübt“, erinnert sich Huber.

 Doch das war für den Musiker kein großes Opfer. Es bereitete ihm nämlich große Freude, in Sünzhausen, Gremertshausen und Gesseltshausen Orgel zu spielen. War die Stallarbeit am Sonntagmorgen erledigt, beeilte sich Josef Huber, um rechtzeitig zum Gottesdienst zu kommen. Im Winter stapfte der Bub zusammen mit Pfarrer Maier durch den Schnee bis zur Kirche Gremertshausen. Dort erfüllte er dann das Gebäude mit den Klängen dieses außergewöhnlichen Instruments. „Die Kirchenbesucher, die heute in den Gottesdienst kommen, kenne ich teilweise schon seit ihrer Taufe – da habe ich damals auch schon gespielt“, erinnert sich der Jubilar. 

Den liturgischen Ablauf während des Gottesdienstes kennt Huber schon fast so gut wie der Pfarrer selbst. Denn auch noch heute begleitet er zur Freude aller die Gottesdienste mit der Männerschola. Außerdem blickt er auf 36 Jahre als Chorleiter in Sünzhausen zurück. Josef Huber wünscht sich, dass mehr junge Leute das Orgelspielen erlernen. Doch Freude und Interesse am katholischen Glauben dürften dabei nicht fehlen. Denn nicht nur die Liebe zum Instrument sei wichtig, sondern auch die Zuneigung zur Liturgie.

Victoria Stettner

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