Mit großem Einsatz führte Dirigent Martin Keeser das Symphonieorchester bei bei den  „Bildern einer Ausstellung“. Die Musiker setzten den zehn Werkabschnitten dank ihres herausragenden Könnens Glanzlichter auf.

Symphonieorchester Freising und Künstlerin Gabriele Abs in der Luitpoldhalle

Multimedialer Geniestreich

Was zum Hören und was zum Schauen gab es am Sonntag in der Luitpoldhalle: Das Freisinger Symphonieorchester brillierte bei einem Klassikkonzert, Gabriele Abs zeigte Bilder. Es war also multimedial. Und es war für einen guten Zweck.

Freising – Der Jubel war laut und lang. Sowohl die Solisten als auch das Freisinger Symphonieorchester erhielten für ihre Darbietungen am Sonntag großes Lob und viel Applaus. Und das war nur recht und billig. Drei außergewöhnliche Solisten-Stücke und mit Modest Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ eines der ganz großen Werke der Orchesterliteratur standen auf dem Programm, als das Orchester zusammen mit dem Rotary-Club Freising zu einem Benefizkonzert geladen hatte.

Ein Cello-Duo und ein Vivaldi – das war der ebenso schwungvolle wie beeindruckende Auftakt des Konzerts: Lina Rühl und Juliane von Urff interpretierten Antonio Vivaldis Konzert für zwei Violoncelli und Streichorchester g-Moll, bei dem vor allem die beiden Allegro-Sätze mitreißende Klassik boten. Die hohe Kunst des Klarinettenspiels zelebrierte danach Bartholomäus Schlüter: Guiseppe Tartinis Concertino für Klarinette und Streichorchester war ein imposantes Werk zwischen einem sehr bewegenden Grave- und einem sehr lebendigen Allegro molto-Satz, das in Schlüter einen für sein junges Alter hervorragenden Interpreten gefunden hatte.

Vor der Pause gab’s dann noch das dritte Werk des frühen Abends: das Konzert für Marimba und Streichorchester des zeitgenössischen Komponisten Ney Rosauro. Konstantin Schlüter war der Mann am Marimbaphon, der für dieses außergewöhnliche Klangerlebnis verantwortlich zeichnete und als vierter Solist des Abends mit Jubel in der restlos ausverkauften Luitpoldhalle bedacht wurde.

Dann eine kleine Stärkung, vielleicht auch ein Blick auf die 25 Bilder, die Gabriele Abs zu diesem Anlass in der Luitpoldhalle zeigte – und damit das Hauptwerk des Abends aufgriff: „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgsky in der Orchestrierung von Maurice Ravel. Streicher, Bläser und die Perkussionsabteilung des Orchesters waren gefordert, verliehen der Vertonung der zehn Bilder Leben, zeigten, wie man die Macht der Bilder mit der Macht der Musik verschmelzen kann. Dirigent Martin Keeser leitete den Klangkörper souverän und mit großer Verve. Sowohl dem Orchester als auch seinem Leiter war die Freude am eigenen Können und der Interpretation anzumerken – Freude und Begeisterung, die sich sofort auf das Publikum übertrugen.

Ein früher Sonntagabend also, wie man ihn sich als Anhänger klassischer Musik nur wünschen kann.

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