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Der Lebendige Adventskalender darf nicht sterben, davon war Brigitte Geisenhofer überzeugt. Jetzt ist sie die künftige Organisatorin der beliebten Aktion in Hohenkammer.

Lebendiger Adventskalender Hohenkammer

Die tägliche Dosis Weihnachtszauber

Das sind doch mal gute Nachrichten für alle Kinder in Hohenkammer: Es geht nun doch weiter mit dem Lebendigen Adventskalender. Ideengeberin und Organisatorin Ulrike Turek konnte ihr Konzept nun doch in neue Hände übergeben. Die Türchen werden sich wieder öffnen.

Hohenkammer – Als Anfang des Jahres Ulrike Turek erklärte, sie könne die zeitintensive Vorbereitung und Organisation des Lebendigen Adventskalenders nicht mehr stemmen, fanden das nicht nur die Kinder am Ort schade und traurig. „Ich wollte nicht, dass das stirbt“, sagt Brigitte Geisenhofer, die Leiterin der Nachbarschaftshilfe in Hohenkammer. Von Beginn an, seit 2011 also, als Turek ihre spontane Idee liebevoll in die Tat umgesetzt hat, und sich im Advent jeden Tag ein anderes Türchen in Hohenkammer öffnete, war Geisenhofer ein glühender Fan dieser Aktion. Sie selbst war jeden Tag dabei, um den Zauber hinter den Türchen zu entdecken. Erst waren es nur Familien, die sich beteiligten, dann kamen Vereine, die Kirche, der Bürgermeister und die Schule dazu – es zog immer weitere Kreise. Sogar die Dörfer aus dem Gemeindegebiet haben sich zwischenzeitlich angeschlossen. Auch das Schloss Hohenkammer machte mit. Brigitte Geisenhofer beschloss für sich, dass diese tolle, gemeinschaftsfördernde Sache nicht einfach so sterben soll. „Es ist so eine wertvolle Sache, um den Kindern den christlichen Hintergrund der Adventszeit näherzubringen“, sagt Geisenhofer. Und für die Großen ist es zudem eine wunderbare Entschleunigung in der oft hektischen Vorweihnachtszeit. Einzig für Geisenhofer werden die Vorbereitungen darauf alles andere als besinnlich. Aber sie weiß, worauf sie sich da eingelassen hat.

Eine Art Übergabe habe bereits stattgefunden: „Ulrike Turek hat die Organisation aus dem Bauch raus gemacht. Sie hat mir die Adressen und Telefonnummern lose übergeben, ich bin jetzt dabei, für mich ein Konzept zusammenzustellen“, erzählt sie. Groß ändern werde sich nichts, es gebe keinen Grund, nicht an dem Bewährtem festzuhalten, findet Geisenhofer. Einzig ein kleiner Brauch soll noch mit einfließen, nämlich der des Strohhalmlegens. „An manchen Stationen werden die Kinder Stroh vorfinden, jedes Kind darf einen Halm rausziehen und mitnehmen. Am Schluss wird daraus das Betterl vom Jesukinderl in der Kirche.“ Zusagen habe sie schon eine ganze Reihe, „obwohl ich noch ganz am Anfang stehe“.

Der Kalender füllt sich

Da der Advent „ja schon eine christliche Angelegenheit ist“, wie Geisenhofer betont, werden die Kinder zu Beginn erfahren, was es mit Adventskranz und -kalender auf sich hat, werden zunächst die Bräuche und Traditionen zu Weihnachten erklärt. Das zweite Türchen öffnet dann die Feuerwehr, die es sehr bedauert hatte, dass der Lebendige Adventskalender beinahe eingeschlafen wäre. Die Familie Mottinger ist wieder mit einem Flötenkonzert mit von der Partie, der Nikolaus kommt. „Der Aufwand muss kein großer sein, jeder macht, wie er mag und was er kann“, sagt Geisenhofer. Und wenn sich mehr als 24 Türchengestalter finden? „Dann wird ausgelost.“

Das letzte Türchen öffnet sich traditionell in der Kirche, wenn die Kinder und deren Begleitung zur Christmette gebeten werden. Auch die Zeit ist dieselbe geblieben: Pünktlich um 17 Uhr wird für eine halbe bis dreiviertel Stunde der tägliche Weihnachtszauber eingeläutet.

Andrea Beschorner

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