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Rosi Strasser hat ihr kleines Indianermädchen Tekalomba endlich aus der Schublade gelassen.

Rosi Strasser stellt ihr erstes Kinderbuch vor 

Tekalomba ist raus aus der Schublade

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Freising - Die Freisingerin Rosi Strasser hat ihr erstes Buch herausgebracht. Ein wunderbares Kinderbuch, das kleine und große Leser mitnimmt ins Tekalombaland. 

In ihren Geschichten steckt ganz viel von ihrer eigenen Kindheit, dazu einiges von der Kindheit ihrer Kinder und vor allem aber eines: eine ordentliche Portion Fantasie. Rosi Strasser hat ihr erstes Kinderbuch herausgebracht. Und das schlummert schon lange in der Schublade. Denn das Schreiben hat die 49-jährige Freisingerin nicht neu für sich entdeckt; es ist eine Leidenschaft, die sie für sich schon lange pflegt. Neu hingegen ist ihr Entschluss, ihre Geschichten zu veröffentlichen. „Es hat sich so angefühlt, dass die Zeit jetzt reif ist dafür“, sagt sie. „Endlich!“, werden alle sagen, die zum ersten Mal eingetaucht sind in die wunderbare Welt des kleinen Indianermädchens Tekalomba.

Rosi Strasser ist in Brunnhofen bei Marzling aufgewachsen, einem Dorf, mit damals nur 17 Einwohnern. „Meine Kindheit dort hab ich mit fast lauter Buben verbracht“, erinnert sie sich.    Wen wundert es da, dass das Indiandermädchen in der Geschichte „Tekalomba und der pinke Skalp“ mehr Mut als alle Gleichaltrigen beweist, sie sich ohne zu zögern gegen die Schmalspurindianer stellt und am Ende die erste im Stamm ist, die einen Skalp ihr eigen nennt? Schließlich stammt sie aus der Feder einer Frau, die als kleines Mädchen problemlos mit dem anderen Geschlecht mithalten konnte.  

Die Antwort auf die Frage, wieso sie so viele Jahre bis zur Veröffentlichung gewartet hat, ist ungewöhnlich: „Weil ich Angst hatte, dass ich den Spaß daran verliere, sobald ein Fremder meine Geschichten ,zensiert’“. Denn sie habe sie ja zunächst nur für sich geschrieben, ihrer Fantasie einfach freien Lauf gelassen, ohne im Hinterkopf zu haben, ob sie sich der richtigen Sprache für Kinder bedient, alles logisch und für alle nachvollziehbar ist. Diesen Job hat jetzt ein Lektor für sie übernommen. „Zensiert wurde nichts, verändert wenig, die Sprache war nicht immer, aber doch weitestgehend kindertauglich“, erzählt sie begeistert. Und, Gott sei dank: Das Schreiben macht ihr, auch nach dieser Erfahrung mit dem Rotstift, immer noch Spaß. So viel Spaß, dass das zweite Buch bereits fertig ist und quasi in den Startlöchern steht.

Einer, der von Rosi Strasser immer alles vorab zum Lesen bekommt, der bei jeder Idee von Beginn an involviert ist, ist ihr Mann Thomas. „Wenn mir zwischendrin wieder was einfällt, erzähl’ ich es ihm. Manchmal schüttelt er nur den Kopf. Dann etwa, wenn zu große Gedankensprünge die Kinder überfordern würden.“ Dann wird nachgebessert.

Und wieso Kinderbücher? „Weil das die schönste Zeit in meinem Leben war!“, sagt sie voller Überzeugung. Die Zeit, als ihr Sohn vor 28 Jahren und ihre Tochter drei Jahre später zur Welt gekommen sind. Damals war sie selbst noch sehr jung. Kindererziehung habe sie sich viel ernsthafter vorgestellt, als es am Ende war. „Die Zeit war so lustig, so unbeschwert“, erinnert sich die heute 49-Jährige. Als der Nachwuchs dann aus dem Haus war, hat sie sich mit dem Schreiben von Kinderbüchern dieses Gefühl wieder zurückgeholt.

Bei allem, was die Autorin erzählt, kommt sie so sympathisch daher wie Tekalomba. Die Botschaft hinter den Geschichten des kleinen, quirligen Indianermädchens ist klar: Freundschaft und Zusammenhalt im Leben sind das Wichtigste überhaupt. Und das wichtigste wiederum, das ein Kinderbuchautor mitbringen muss: Humor sowie die Fähigkeit, Kinder in eine Welt voller Abenteuer zu entführen. Auch das ist Rosi Strasser mit ihrem ersten Buch bestens gelungen. Ihr Wunsch: „Ich würde mir ein bisschen Tekalomba-Land für alle Kinder wünschen.“ Unbeschwert, mit viel Natur und ohne Handy und dem ganzen technischen Firlefanz. Und noch etwas wünscht sie sich: „Ich finde ja, dass es an der Zeit war, Tekalomba aus der Schublade zu lassen – und ich hoffe, dass die Kinder das genau so sehen.“

Tekalomba und der pinke Skalp

  • Ein Indianermädchen im pinken Kleidchen, pinken Schuhen und einer pinkfarbenen Feder im schwarzen Haag liegt auf einem alten, struppigen Esel und schaut verträumt in den Himmel. Das ist das Cover von Rosi Strassers erstem Kinderbuch „Tekalomba und der pinke Skalp“. Auch wenn das Bild wohl vor allem Mädchen ansprechen wird, ist das Buch für Buben ebenso geeignet. Auf dem Buchrücken steht zwar die Empfehlung „Für Kinder ab sechs Jahren“. Dennoch sollten sich auch verträumte Erwachsene nicht davon abhalten lassen, in das 74 Seiten umfassende Abenteuer des Indianermädchens einzutauchen.
  • Das Buch ist bei Amazon für 5,99 Euro erhältlich. Mehr dazu auf www.fb.me/StrasserRosi.
  • Am Sonntag, 7. Mai, lädt Rosi Strasser zur ersten Lesung um 16 Uhr in den Klimperkasten in Vötting ein.

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