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Teuflisch gut!

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Einen regelrechten Gala-Auftritt legte Harald Hecher in seiner teuflischen Rolle hin. bauer
Einen regelrechten Gala-Auftritt legte Harald Hecher in seiner teuflischen Rolle hin. bauer

Giggenhausen - „Katharina und das ewige Leben“ wird Harald Hecher noch lange in Erinnerung bleiben. Der Giggenhausener Theaterspieler gab den Teufel - und lieferte sein Meisterstück ab.

Die Maibaumfreunde schafften es wieder einmal, ihr Publikum zu echten Begeisterungsstürmen hinzureißen: Das Stück spielt bei Bauer Karl (Josef Geil) auf dem Sachsenhof, der seine besten Tage schon hinter sich hat. Dort zieht der Teufel Gorbaldus (Harald Hecher) ein - und der ist nur sichtbar für die neue Magd (Verena Schuhbauer). Für den Sohn des Bauern (Franz Hierhager), die altgediente Magd (Isabella Lachner), die poetische Nachbarin (Sonja Heilmeier), den Hausierer (Martin Hierhager) sowie die Urlauber aus Norddeutschland (Thomas und Stephanie Ziegltrum) erscheint so manches etwas merkwürdig.

„Teufel“ Harald Hecher spielte diesmal die wohl schwerste Rolle seiner schauspielerischen Karriere. Von einer Sekunde auf die andere musste er die Launen wechseln - zwischen gut und böse. Zudem war die Mehrzahl der Personen auf der Bühne für den Hauptdarsteller laut Drehbuch Luft. Er löste diese Aufgaben in brillanter Art und Weise und vor allem mit beeindruckender Disziplin.

Dazu kamen heuer auch spezielle Effekte: So krachte und rauchte es aus dem Kamin, als der Teufel am Ende zur Strecke gebracht wurde. Diese Szene wurde spektakulär umgesetzt und rundete die Aufführung mit vielen Lachern ausgezeichnet ab. Überhaupt war die Aufführung des Werkes von Jochen Wiltschko eine Geschichte, die etwas weg geht von den Geschichten des klassischen Bauerntheaters.

Eine Premiere feierte dabei Hans Halbinger, der nach vielen Jahren als Schauspieler nun den Regiestuhl übernahm. Er lobte seine Mannschaft, die monatelang sehr gut mitgezogen habe. „Die andere Sichtweise fand ich sehr interessant“, sagte der Neu-Regisseur später. Halbinger kann sich eine geteilte Regie im jährlichen Wechsel mit Walter Thumann prinzipiell gut vorstellen.

Bei den Maibaumfreunden war heuer einiges anders: Aus terminlichen Gründen wurde ein Wochenende kürzer gespielt, dafür aber der Freitag als Aufführungstag neu eingeführt. Ein kluger Schachzug: Alle Vorstellungen waren komplett ausverkauft.

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