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Da steckt Musik drin: Interessiert lassen sich Kollegen den klingenden Schminkkoffer von Wolfgang Wirth (r.) erklären.

Do-It-Yourself-Tag

"Texaner" brillieren als Tüftler

Freising - Wenn in Freising Rollerblades plötzlich leuchten, aus Nostalgieradios Digitalsound erklingt oder ein Schminkkoffer zur Musikmaschine wird, dann waren wieder Texas-Instruments-Tüftler mit Know-How und Lötkolben am Werk.

Sie kommen querbeet aus den verschiedensten Arbeitsbereichen des Chip-Giganten Texas Instruments (TI) an der Haggertystraße in Lerchenfeld. Sie stammen aus dem Produktmarketing, sind Ingenieure oder Techniker. Doch in ihrer Freizeit sind sie geniale Hobbybastler und Tüftler, die in ihren Kreativ-Werkstätten verblüffende Kunstwerke zaubern. Diese erstaunliche Erfindungen wurden vor wenigen Tagen von TI beim sogenannten „Do-It-Yourself”-Tag (DIY) den übrigen Mitarbeitern am Standort Freising präsentiert. Premiere des DIY war im vergangenen Jahr.

Diesmal waren es 15 Hobbybastler, die insgesamt 17 Projekte präsentierten. Alle waren sie mit Hilfe von TI-Bausteinen entwickelt worden: Vom automatischen Park-Assistenten, über Roller-Blades mit LED-Beleuchtung bis hin zu programmierten Drohnen gab es Apparaturen zu sehen, die jedes Ingenieursherz höher schlagen ließen.

Für viel Aufmerksamkeit sorgte Applikationsingenieur Thorsten Lorenzen, der ein selbstgebautes Kamerasystem für die Aufnahme von Videos im Zeitraffer vorstellte: „Die Idee kam mir im Gespräch mit einem befreundeten Fotografen, der nach genau so einer Lösung suchte“, erklärt der Tüftler. Die Kamera seiner Konstruktion ist auf eine mechanische Schiebevorrichtung montiert. Sie wird programmiert, um Bewegungsabläufe auszuführen, in bestimmten Positionen zu stoppen und die Belichtungszeit einzustellen. Ein eingebauter Mikrocontroller von TI sorgt dafür, dass die Kamera auf ihrem Weg eine Vielzahl an Bildern auslöst.

„Aus alt mach neu“: Das dachte sich Produktmarketing-Manager Andreas Schäfer, der ein Röhrenradio aus den 60er Jahren renovierte und auf den neuesten Stand der Technik brachte. Dazu rüstete er das Gerät mit elektronischen Bauteilen so aus, dass auf dem Smartphone gespeicherte Musikdateien auf dem Radio abgespielt werden können (Streaming-Modus). „Mir gefiel die Idee, die gute Klangqualität des Röhrenradios mit modernster Technologie auszustatten“, meinte Schäfer.

Ebenfalls für Beschallung sorgte Techniker Wolfgang Wirth, der mit einem in eine Multimedia-Soundanlage umgebauten Schminkkoffer den ersten Preis im Rennen um das beliebteste Projekt machte (die Mitarbeiter durften wieder beim DIY vor Ort über die Projekte abstimmen). Wo also ehemals Lippenstift und Puder untergebracht waren, sorgt jetzt Elektronik dafür, dass sich CDs und Musik via Internet-Radio oder Smartphone abspielen lassen.

Andrea Hauptfleisch

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