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Mit Theateraufführung landen die Maibaumfreunde einen Volltreffer

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Na dann, Prost: Johann-Franz-Xaver Gerstlinger (Markus Loibl, r.) ist die Hauptperson in dem Jubiläumsfilm, der in dieser Szene gedreht wird. Foto: Bauer
Na dann, Prost: Johann-Franz-Xaver Gerstlinger (Markus Loibl, r.) ist die Hauptperson in dem Jubiläumsfilm, der in dieser Szene gedreht wird. Foto: Bauer

Giggenhausen - Die Theatergruppe der Maibaumfreunde Giggenhausen haben heuer das Stück "Die G'wandlaus" aufgeführt. Damit haben sie einen Volltreffer gelandet.

Die Maibaumfreunde Giggenhausen haben sich vor ein paar Jahren mit ihrer Theatergruppe auf die Suche nach Herausforderungen gemacht, die über das klassische Bauerntheater hinaus gehen. Heuer haben sie die wieder mit dem Stück „Die G’wandlaus“ gefunden - und überragend gemeistert. Das Publikum war schwer begeistert. Vor allem Markus Loibl ist seit Jahren als zwischen Hauptdarsteller und/oder Regisseur pendelnder Tausendsassa aus der Gruppe nicht wegzudenken. Heuer nahm er sich gleich zweier Rollen an, die er beide sensationell ausfüllte.

Zu Beginn, im Vorspiel, gab er kurz den depperten Richter aus Österreich inklusive Akzent und Gedächtnislücke. Als das Stück dann richtig begann, war Loibl der Johann-Franz-Xaver Gerstlinger, seines Zeichens Bräu, Abgeordneter und Forstwart. Dieser bereitete sich mit seiner Frau (Isabella Lachner), der Braumeisterin (Sonja Heilmeier) und der Hopfenbäuerin (Verena Schuhbauer) auf die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 100-jährigen Brauereibestehen vor. Das Umfeld bilden die Giggenhausener Theaterlegende Hans Halbinger als Pfarrer und Bühnenneuling Konrad Pointner, der großartig den auf Freibier hoffenden Feuerwehrkommandanten gab. Der zweite Neuling war Thomas Ziegltrum, der als Fotograf und Filmer ebenfalls große Theatertalente zeigte. Die beiden jungen Männer stehen der bunten Mannschaft von Regisseur Walter Thumann wirklich gut zu Gesicht.

Im Mittelpunkt des Stücks standen aber der Bräu und sein Gegenspieler Veithl Fuchshauser (Sepp Geil), der mit allen Wassern gewaschen ist und einige düstere Seiten der Gerstlinger-Familienchronik zu Tage brachte. Das wiederum droht die Jubiläumsfeier zu erdrücken. Die Geschichte gibt so bei allem Witz auch dem Publikum eine Denkaufgabe mit auf den Heimweg, was mit Gerüchten und Unwahrheiten alles zerstört werden kann. (nb)

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