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Präsentierten das Programm des Theatersommers (v. l): Rolf Demmel (Regisseur), Magdalena Falkenhahn (Referentin für musisch-kulturelle Bildung), Claudia Pfrang (Direktorin der Stiftung Bildungszentren) und Ruth Hentsch (Beauftragte für Kulturmanagement und Bildung) mit dem neuen Plakat.

„Diener zweier Herrn“

Theatersommer: „Historie zitieren, aber nicht imitieren“

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Freising - Für den Regisseur steht die „Leichtigkeit“ im Vordergrund. Schließlich ist es ja eine Commedia dell’arte. Doch das diesjährige Stück, das beim Freisinger Theatersommer auf dem Domberg inszeniert wird, hat auch einen aktuellen, sozialkritischen Bezug.

Truffaldino hat Stress. Denn er ist „Der Diener zweier Herren“. Das Lustspiel von Carlo Goldoni, das in der Mitte des 18. Jahrhunderts im Stil der Commedia dell’arte verfasst wurde, feiert am 30. Juni Premiere auf dem Domberg. Es geht also lustig zu beim Freisinger Theatersommer 2016. Unter Regie von Rolf Demmel will das Ensemble „locker, flockig und leicht“ auftreten. Der Vorverkauf für das Kulturevent auf dem Mons doctus läuft.

Bildung sei „nicht nur was Trockenes“, sondern spiele sich auf vielen Ebenen ab, sagte gestern Stiftungsdirektorin Claudia Pfrang bei der Vorstellung dessen, was den Theatersommer 2016 ausmacht: Eine Komödie wird also das Publikum erfreuen, soll in erste Linie gute Unterhaltung bieten, so das vordringliche Ansinnen von Regisseur Rolf Demmel. Im Mittelpunkt der Szenerie werde der Renaissance-Innenhof des Kardinal-Döpfner-Hauses stehen, man werde moderne Mittel einsetzen, man wolle „die Historie zitieren, aber nicht imitieren“. Und so werden die zehn Schauspieler des Ensembles, die in acht Rollen auftreten, die für die Commedia dell’arte typischen Figuren darstellen, werden aber keine Masken tragen. Dass die meisten Mitglieder des Ensembles Frauen sind, so ergänzte Demmel, spiele bei diesem Stück keine Rolle, schließlich zeichne sich die Commedia dell’arte dadurch aus, dass eben Typen die Handlung bestimmen.

Seit März probt das Ensemble das Stück, das aber nicht nur lustig sei, sondern auch einen aktuellen Bezug aufweise, wie die neue Referentin für musisch-kulturelle Bildung im Kardinal-Döpfner-Haus, Magdalena Falkenhahn, ergänzte: Dass Truffaldino, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, zwei Herren dienen, also zwei Jobs annehmen muss, könne durchaus als sozialkritische Anspielung auf die Gegenwart interpretiert werden.

Wie immer, bildet nicht nur ein Theaterstück den Theatersommer. Neben den Aufführungsterminen von Goldonis Stück (30. Juni, 1., 2., 7., 8. und 9. Juli, Vorverkauf in der Touristinfo oder bei München Ticket) gibt es noch vier Konzerte: Am 3. Juli spielt das Domberg-Kammerorchester eine Sommerserenade, am 4. Juli tritt Quadro Nuevo auf, am 11. Juli kommen Kofelgschroa auf den Domberg, am 12. Juli die brasilianische Gruppe Beleza. Beginn für alle Veranstaltungen ist 20.30 Uhr. Bei schlechtem Wetter finden die Theateraufführungen und die Konzerte in der Aula des Dom-Gymnasiums statt. Und auch wenn man froh ist, bei Regen dieses „Ausweichquartier“ zu besitzen, so hoffen doch alle, dass man darauf nicht zurückgreifen muss. Zu schön sei der Renaissancehof, zu beeindruckend die Atmsophäre, zu einzigartig die Stimmung im historischen Ambiente.

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