THW: Unverzichtbare Stütze in der Gefahrenabwehr

Freising - Im Löwentorgebäude fand die Bundesversammlung des THW statt. Die Großveranstaltung mit Innenminister Hans-Peter Friedrich bewies auch die Effizienz des Freisinger Ortsverbands.

„Diese Großveranstaltung wurde in der Vorbereitung maßgeblich durch den THW-Ortsverband Freising und in der Durchführung von der THW-Jugend und dem Zugtrupp des 1. Technischen Zugs des THW Freising unterstützt“, berichtete der Ortsbeauftragte Michael Wüst stolz. In Grußworten hoben Landrat Michael Schwaiger, Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher und MdB Franz Obermeier vor allem die Bedeutung des THW Freising für den Katastrophenschutz in Stadt und Landkreis Freising hervor. Gemeinsam forderten sie die Anwesenden Behörden- und Ministerumsvertreter auf, das seit nunmehr fast zehn Jahren währende Gezerre um den dringend erforderlichen Neubau einer Unterkunft für das THW Freising zu beenden und umgehend für eine zeitgemäße Liegenschaft zu sorgen.

Höhepunkt dieser 28. Bundesversammlung, bei der viele für das THW wichtige Sachthemen thematisiert wurden, war aber der Besuch des Bundesinnenministers Dr. Hans-Peter Friedrich am Nachmittag. Michael Wüst hieß den Innenminister zusammen mit dem THW-Präsidenten und dem Landesbeauftragten im Innenhof des Löwentorgebäudes, wo ein Teil der ehrenamtlichen Freisinger THW-Helfer zur Begrüßung angetreten war, aufs herzlichste in Freising willkommen. Nach einem Gruppenfoto nahm sich der Innenminister fast 15 Minuten Zeit um mit den ehrenamtlichen Helfern über Herausforderungen in ihrer Tätigkeit, aber auch die Problematik der Freistellung durch den Arbeitgeber für Einsätze zu sprechen. Im Foyer des Hörsaalgebäudes wurde der Innenminister dann durch die THW-Jugend Freising begrüßt. Er lobte die Jugendlichen, die in Freising bereits ab 12 Jahren an den Katastrophenschutz und das THW herangeführt werden, für ihr Engagement. In seinem Vortrag machte der Minister deutlich, dass das THW mehr denn je „eine unverzichtbare Stütze in der Gefahrenabwehr ist.“ Über seine Leistungsfähigkeit, aber auch Notwendigkeit, bestehe über alle Parteigrenzen hinweg im Bundestag einstimmiger Konsens. Zeichen für diese politische Einschätzung sei dabei die Aufnahme des THW als Sicherheitsbehörde in den Bundeshaushalt 2012. Mit Bezug auf THW-Auslandseinsätze erteilte der Minister dem Gedanken von EU-Katastrophenschutzeinheiten eine klare Absage, machte jedoch deutlich, dass Anforderungen an die Bundesrepublik im Bereich der humanitären Hilfe im Ausland, wie aktuell in Jordanien,, das THW auch zukünftig Maße fordern werde. Daher habe die internationale Vernetzung des THW innerhalb der EU, aber auch mit den Vereinten Nationen einen hohen Stellenwert. ft

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