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Im März 2018 soll das Tierheim den Betrieb aufnehmen. 15 Gemeinden aus dem Landkreis beteiligen sich an dem 1,6 Millionen Euro schweren Projekt.

Happy End für „Unendliche Geschichte“ 

„Ein guter Tag für die Tiere“

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„Ein steiniger Weg“ lag laut Landrat Josef Hauner bis zum Sonntag hinter den Tierschützern. Am Sonntag freilich, als man Richtfest für das Tierheim bei Dietersheim feierte, war es „ein guter Tag für die Tiere“.

Dietersheim – Es wird das 75. Tierheim in Bayern und das 551. in Deutschland sein, wenn es am 1. März 2018 in Betrieb geht: das Tierheim Landkreis Freising, das „Brigitte Seulen-Haus“. Knapp sieben Monate nach dem Spatenstich und rund vier Monate vor der Eröffnung feierte man am Sonntag neben der Staatsstraße 2350 Richtfest für das 1,6 Millionen-Projekt.

2008 war Joseph Popp zum Vorsitzenden des Tierschutzvereins Freising gewählt worden, 2009 hat er begonnen, für ein Tierheim im Landkreis zu kämpfen. Laut Hauner „eine schier unendliche Geschichte“ also, die sich nun „allmählich einem glücklichen Ende zuneigt“. 15 Kommunen des Landkreises machen bekanntlich mit, neun Gemeinden beteiligen sich nicht an der Finanzierung des Projekts, das vor allem auch vor dem Hintergrund der zunehmenden Zahl illegaler Welpen- und Tiertransporte so wichtig sei, wie die Justitiarin des Deutschen Tierschutzbundes, Evelyn Offenberger, am Sonntag sagte. Während Hauner mit Blick auf die zahlreichen Rück- und Nackenschläge vor allem Popp „ein unglaubliches Maß an Frustrationstoleranz“ bescheinigte, hob Neufahrns Bürgermeister Franz Heilmeiler in seinem Grußwort auf die ethische Komponente des Projekts ab: Eine Gesellschaft, in der manches Leben für mehr und anderes für weniger erachtet werde, in der also die Ehrfurcht vor dem Leben nicht ausgeprägt sei, steuere auf „die Katastrophe“ zu, wie Heilmeier Albert Schweitzers Thesen und Erkenntnisse interpretierte. Er hoffe, dass der Geist Albert Schweitzers von diesem Tierheim aus ausstrahle.

Um harte Fakten ging es Architekt Michael Gaenssler. Angesichts des Kostendrucks, weil man den Bau bekanntlich immer wieder abspecken musste, „waren wir schwer gefordert“. Dass man mit einer Million für den Bau und 630 000 Euro für Grundstück, Erschließung und Planungskosten auskomme, freute den Architekten und den Bauherren. Popp wünschte sich, dass sich irgendwann einmal alle 24 Landkreisgemeinden an dem Projekt beteiligen und man dann das Tierheim auf die eigentlich notwendige Größe erweitern könne.

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