Die Duschcontainer stehen schon. Am Keltenweg macht das Projekt Traglufthalle Fortschritte.

Traglufthalle für Flüchtlinge wächst

Neufahrn - Bis Mitte April fertiggestellt sein soll die Traglufthalle für bis zu 300 Asylbewerber am Neufahrner Keltenweg. Auch der Helferkreis ist bereits bereit.

Von Alexander Fischer

„Jetzt stellen sie doch Container auf. Ich dachte hier kommt eine Traglufthalle hin.“ Spekulationen wie diese machten jüngst die Runde in Neufahrn. Weit gefehlt, das Projekt soll wie geplant über die Bühne gehen. Bis Mitte April soll alles fertig sein.

Erst hieß es Weihnachten, dann Februar oder März. Jetzt ist der Bau der Traglufthalle am Keltenweg absehbar. Die nötigen Anschlüsse sind hergestellt, die Küchencontainer und solche für Duschen und Toiletten stehen bereits. Am 15. April soll die Traglufthalle dann an den Landkreis Freising übergeben werden. Dies war aus dem Landratsamt zu erfahren. Die Vorarbeiten sind erledigt, wie Robert Stangl, stellvertretender Presesprecher im Landratsamt bestätigte. „Absolut termingerecht“, sagte Stangl über die unter der Regie der Gemeinde ausgeführten Arbeiten. Demnach sollen die bereits auf dem ehemaligen Trainingsplatz aufgestellten Container bis Dienstag alle möbliert und ausgestattet sein.

„Wir sind mit unseren Zielvorgaben fertig“, bestätigte Johann Mayer, 3. Bürgermeister und Vorsitzender des Kommunalunternehmens „Freizeitpark Neufahrn“, zu dessen Bestand der in unmittelbarer Nähe des Kindergartens am Keltenweg gelegene Platz gehört. Bei den Container, die zu der Annahme führten, dass es nun doch keine Traglufthalle geben könnte, handelt es sich laut Mayer um Einbauten für „Nasszellen, Betreuungsräume und Sozialräume“. Auch die Infrastruktur für die Traglufthalle steht laut Mayer bereits: Die Leitungen für „Abwasser, Strom und Heizung“ sowie für „Telefon und Telekommunikation“ sind demzufolge verlegt. Jetzt hofft Mayer nur noch, dass nicht alle der insgesamt 300 Asylbewerber, die hier untergebracht werden könnten, auf einmal kommen. „Da haben wir ja keine Chance“, beschreibt er das Szenario, das es seiner Meinung nach zu vermeiden gilt. Auch in Hinblick auf den Helferkreis in Neufahrn, der sich erst auf die neue Lage einstellen müsse. Wie Pfarrer Reinhold Henninger, Cheforganisator des Helferkreises, auf Anfrage mitteilte, hat man aber alle Eventualitäten im Auge. „Wir sind auf das Maximale vorbereitet. Wenn es weniger werden, macht das die Sache nur leichter“, erklärte Henninger am Gründonnerstag. Es sei alles soweit geregelt. Unter anderem werde es Mitte April einen Termin mit dem neuen Helferkreis geben.

Angedacht sei, dass es Arbeitgruppen und Sprecher geben soll, die sich um die Flüchtlinge kümmern.

Stangl gab indes verhalten Entwarnung. Die 300 für die Traglufthalle in Neufahrn möglichen Flüchtlinge würden „sehr wahrscheinlich nicht von jetzt auf gleich kommen“, sagte der Pressesprecher. Die Situation habe sich zum einen entspannt, zum anderen stünden dem Landkreis „mehr und mehr größere Unterkünfte“ zur Verfügung. Als Beispiel nannte er Einrichtungen in Langenbach und Moosburg.

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