Der Traum vom Kinocenter ist noch nicht begraben

Freising - Das Areal rings um die Schlüter-Hallen wird als Gewerbefläche immer interessanter. Auch ein Kinocenter oder Sportflächen könnte man sich hier vorstellen.

Kaum hatten Mitte November die „Schlüter Hallen“ eröffnet, kam Anfang Dezember der nächste Paukenschlag: Die Freisinger Firma Elektrogroßhandel Hartl will südwestlich der Schlüterhallen ein neues Logistikcenter realisieren. Und weil die Isarauenpark Freising Süd KG das Areal für Wohnbebauung nicht vermarkten kann, sollen zwischen den Schlüterhallen und dem Hartl-„Riegel“ zwei weitere Komplexe entstehen – insgesamt 10 000 Quadratmeter groß und jeweils zwölf Meter hoch. Die beiden Gebäude liegen genau auf der Fläche, die sich Schlüterhallen-Investor Josef Saller inzwischen gesichert hat.

Oberbürgermeister Dieter Thalhammer will demnächst das Gespräch mit Saller suchen. Dabei werde es zum Einen um die Gestaltung der Hallen, zum Anderen um die Nutzung gehen. Denn noch mehr Einzelhandel auf der grünen Wiese dürfe es zum Schutz der Innenstadt nicht geben.

Saller könne sich vorstellen, sich bei der Bebauung an den historischen Gebäuden der damaligen „Stararchitekten“ zu orientieren. Auch einem früher existierenden Feuerwehrturm auf dem Areal zu einer „Wierderauferstehung“ zu verhelfen, könne er sich durchaus vorstellen. Keine „Vorverurteilung“ fordert Saller auch für das Vorhaben von Hartl: Gerade große Gebäude könnten für schöne, moderne Architektur genutzt werden.

Was die Nutzung der von Saller geplanten beiden Hallen betrifft, weiß Saller um das Problem mit innenstadtrelevanter Nutzung. Noch habe es keine Gespräche gegeben, bestätigte der Investor. Die Frage, ob denn das von den Freisinger so lang ersehnte Kinocenter in einem dieser Gebäude eine Chance auf Realisierung hat, beantwortet Saller so: „Wir haben es zur Kenntnis genommen, dass das Bedürfnis da ist.“ Und weiter: „Wir werden da schon etwas zusammenbringen.“

Im Nordosten der Schlüterhallen wird gerade die vorgesehene Tankstelle errichtet. Nördlich davon hat Saller ebenfalls Grund erworben, nimmt dort eine Waschanlage oder ein Boardinghaus ins Visier.

Im Südwesten gehen die Pläne sogar noch weiter: Zwischen der geplanten Logistikhalle von Elektro Hartl und der vorgesehenen Westtangente ist nämlich ein weiteres Gewerbegebiet angedacht – auch wenn es dazu noch keinen Antrag auf Bebauungsplanänderung gebe. Thalhammer schwebt dort aber nicht nur die Ansiedlung von Gewerbe vor, sondern möglicherweise auch die Anlage von Sportflächen. Zu viel Gewerbe mit zu großer Frequentierung könne nämlich zu einem Verkehrskollaps vor den Toren Freisings führen.

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