Typisch Winter: Arbeitslosenquote deutlich gestiegen

Freising - Das sind keine guten Nachrichten: Zum Jahresauftakt ist die Arbeitslosenquote im Landkreis Freising deutlich angestiegen - und zwar im Vergleich zum Dezember um 0,6 auf 3,0 Prozent.

Insgesamt waren damit im Januar 2948 Freisinger auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Das sind 536 mehr als im Vormonat.

„Die Zahlen geben tatsächlich aber weniger Anlass zur Sorge, als sie es auf den ersten Blick vermuten lassen“, betont Karin Weber, Chefin der Agentur für Arbeit Freising. „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Jahresbeginn ist typisch für die Saison und bewegt sich auch heuer im für die Jahreszeit üblichen Rahmen.“ Unternehmen, die Mitarbeiter in den sogenannten Außenberufen beschäftigen, würden sich in der kalten Witterungsperiode vielfach dazu gezwungen sehen, den Betrieb stark einzuschränken und teilweise auch Personal zu entlassen. „Zumindest Letzteres müsste aber nicht sein“, appelliert Weber an die Arbeitgeber. Sie sollten es vermeiden, eingearbeitete Angestellte zu entlassen, und stattdessen die Möglichkeiten des Saison-Kurzarbeitergelds nutzen.

Vom Winter auf dem Arbeitsmarkt ist natürlich nicht nur die Region Freising betroffen: Auch in den Landkreisen Erding, Ebersberg und Dachau, die ebenfalls zum Bezirk der Agentur für Arbeit Freising gehören, ist die Zahl der Arbeitslosen deutlich angestiegen. Insgesamt waren in den vier Landkreisen 9291 Frauen und Männer im Januar auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle - das sind 1611 Personen mehr als noch im Dezember. Entsprechend erhöhte sich auch die Arbeitslosenquote von 2,3 auf 2,8 Prozent.

Dabei lässt sich auch heuer beobachten, dass die Winterarbeitslosigkeit hauptsächlich zu Lasten der Männer geht: Der Anteil der männlichen Arbeitslosen stieg im Januar auf 58,2 Prozent an. Nur zum Vergleich: Im Oktober war das Verhältnis fast ausgeglichen (Männer: 50,8 Prozent, Frauen: 49,2 Prozent).

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