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Eine Sache von sieben Minuten: Simon (l.) hat sich zur Typisierung entschlossen – und ist jetzt, wie rund 300 seiner Mitschüler, in der Kartei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei gelistet.

Nur positives Feedback

Typisierungsaktion an der FOS/BOS: Schüler sind bereit zu helfen

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Freising - Die Fach- und Berufsoberschule (FOS/BOS) Freising hat 2014 etwas bisher Einzigartiges gewagt: Eine groß angelegte Typisierungsaktion haben sie damals organisiert – und gestern wiederholt.

Es zeigt die Einstellung der Schüler – wir wollen helfen. Allen voran die Mitglieder der Klasse 12W1 der BOS: Sie sind die Typisierer, diejenigen, die die Bürokratie für ihre Mitschüler erledigen. Sie sorgen dafür, dass es für die rund 300 Teilnehmer der Aktion wirklich nicht mehr ist als „Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein“.

Und das Interesse ist groß: Alle paar Minuten wird eine neue Klasse von Organisatorin Jutta Kunstmann, Deutsch- und Französisch-Lehrerin, in den Raum E 18 geführt. Und wieder sind alle 20 Plätze besetzt – zwischenzeitlich bildet sich sogar ein Stau. Aber kein Problem: Der Elternbeirat hat vorgesorgt. Mit frischen Wurst- und Käsesemmeln können sich die Schüler stärken – und müssen nichts zahlen: Die Bäckerei Muschler und der Elternbeirat spenden die Verpflegung.

So sah es am Dienstag in der FOS/BOS aus

Typisierungsaktion an der FOS / BOS Freising: Daumen hoch!

Posted by Freisinger Tagblatt on Dienstag, 22. Dezember 2015

Der stellvertretende Rektor Jörg Matthes ist mehr als zufrieden: „Wir bekommen nur gutes Feedback“, sagt er. Die Schüler bestätigen das: „Es ist ja nicht viel Aufwand“, sagt Johannes Lesser (18), der in die Klasse 12T1 geht. Über einen Spender-Einsatz macht er sich jetzt noch keine Gedanken – wenn es soweit ist, wäre er aber bereit. Daniel Weißbacher (18) besucht die Klasse 12T3 und sagt: „Ich würde gerne helfen.“ Lange überlegen musste er nicht: „Für mich war das gleich klar.“ Und wie war’s in seiner Klasse? „Gar kein Problem“, sagt der 18-Jährige. „Ich war einer der letzten auf der Liste und da war fast die ganze Klasse eingetragen.“

Wenn dann das rund siebenminütige Prozedere vorbei ist, kann man sich seinen vorläufigen Spenderausweis abholen – wobei es unwahrscheinlich ist, dass innerhalb von wenigen Tagen ein genetischer Zwilling gefunden wird. Aber: Bereit zu helfen sind die FOS- und BOS-Schüler alle – egal, ob beim Ausfüllen der Zettel oder als Spender. Und in zwei Jahren, wenn die jetzigen Schüler die Schule wieder verlassen haben, gibt es wieder eine Aktion.

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