Über die Zukunft von ILE informierte Kirchdorfs Bürgermeister Uwe Gerlsbeck in der Gemeinderatssitzung. Dabei wurde klar: Die Verantwortlichen nehmen ihren Auftrag ernst, interkommunale Zusammenarbeit soll weiter gestärkt werden. 

Die Zukunft von ILE

Über die Ortsgrenzehinaus denken

Kirchdorf – Vor zehn Jahren wurde die Integrierte Ländliche Entwicklung im Landkreis Freising (ILE) erarbeitet. Seitdem kann der interkommunale Zusammenschluss schon einige Erfolge aufweisen. Dass es sich auch weiterhin lohne, gemeinsame Entwicklungsziele zu definieren und umzusetzen, darauf wies Kirchdorfs Bürgermeister Uwe Gerlsbeck am Mittwochabend in der Gemeinderatssitzung hin.

Elf Ampertalgemeinden sowie die Kreisstadt Freising konnten im Rahmen des Verbundes schon einige gemeindeübergreifende Projekte anstoßen und verwirklichen. Im Frühjahr 2013 haben die ILE-Ampertalgemeinden Allershausen, Attenkirchen, Fahrenzhausen, Hohenkammer, Kirchdorf Kranzberg, Langenbach, Paunzhausen, Wolfersdorf und Zolling die Erstellung eines gemeinsames Hochwasserschutz- und Gewässerentwicklungskonzeptes sowie eines Energiekonzeptes in Auftrag gegeben. Ein gemeinsames Mobilitätskonzept wurde vor kurzem in beauftragt. Durch die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden konnten hohe staatliche Fördersätze erschlossen werden. Und das sei es, was auch in Zukunft durchaus anzustreben sei, betonte Gerlsbeck.

Gemeinsame Ziele

Er berichtete von einem Workshop, zu dem sich kürzlich alle Bürgermeister der ILE-Ampertalgemeinden zusammengefunden hatten, um gemeinsame Ziele zu definieren und die Zusammenarbeit in der Zukunft zu diskutieren. Mit dem Eintritt in den Ruhestand einiger Rathauschefs sowie des ILE-Vorsitzenden- dem Allershausener Bürgermeister Rupert Popp – in etwa drei Jahren müsse bald möglichst für feste Strukturen innerhalb des ILE-Verbundes gesorgt werden. Dies habe sich beim Workshop heraus kristallisiert, berichtete Gerlsbeck. Wenn es nach dem Willen der Rathauschefs gehe, so wolle man die Geschicke der ILE-Ampertalgemeinden in die Hände eines Geschäftsführers legen. Auch der Posten eines Klimaschutzmanagers sei für erstrebenswert genannt worden, sagte Gerlspeck. Von dem früheren Kirchdorfer Bürgermeister Konrad Springer, der den ILE-Gemeinden immer noch ehrenamtlich zur Seite steht, soll nun bis zum Frühjahr ein Konzept erarbeitet werden, dass der Regierung hinsichtlich der Gewährung von Fördergeldern vorgelegt werden soll. Voraussetzung für die Einrichtung einer solchen Geschäftsstelle mit Geschäftsführer und Klimaschutzmanager sei jedoch die Bereitschaft aller Gemeinderäte, dem zu zustimmen. Die ILE könne nur konzeptionelle Vorarbeit leisten. Letztendlich liege die Planungshoheit bei den Gemeinderäten, betonte Gerlsbeck.

Gesamtheit stärken

Die Gemeinden könnten durch die Einrichtung einer Geschäftsstelle in ihrer Gesamtheit gestärkt werden. Er stehe positiv hinter dem Ganzen, sagte Gerlsbeck, „Mehr Schub, mehr manpower“ könne dadurch verwirklicht werden. Bis zum Ausscheiden des Vorsitzenden sollte eine Geschäftsstelle eingerichtet sein. Das wünschte sich der Kirchdorfer Bürgermeister. Er hoffe auf einen „gesundenWeitblick“ der Gemeinderäte. „Nur bis zur Ortsgrenze denken, das ist nicht mehr Zeit gemäß“, so Gerlsbeck.

Maria Martin

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