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Anwälte eingeschaltet

Unerfreuliche Post für Popp: Allershausener wehren sich gegen Betreutes Wohnen

Bis zuletzt hatte Bürgermeister Rupert Popp gehofft. Doch jetzt ist auch diese Hoffnung gestorben. Wie der Allershausener Bürgermeister am Dienstag im Gemeinderat bekannt gab, haben einige Anwohner der geplanten Anlage für betreutes Wohnen an der Abt-Joseph-Straße jetzt doch den juristischen Weg eingeschlagen, um das Projekt zu verhindern.

Allershausen –Vom Verwaltungsgerichtshof (VGH) in München flatterte Popp ein Brief auf den Schreibtisch, in dem ein Schnellverfahren zur Normenkontrolle angezeigt und die Gemeinde Allershausen aufgefordert wurde, innerhalb von 14 Tagen Stellung zu beziehen. Die Vorgeschichte lesen Sie hier.

Schon seit vielen Wochen ist der Blick in die Post immer spannend. Denn seitdem der Allershausener Gemeinderat in 2017 nach einigen Jahren, nach vielen Gesprächen mit allen Beteiligten und nach Abwägung der Einsprüche den Bebauungsplan geändert und auch den Bauantrag für das Objekt abgesegnet hatte, wartete der Rathauschef eigentlich nur darauf, dass er etwas von den Gegnern des Projekts hört.

Nun war es also so weit, jetzt kam die unerfreuliche Post: Die Anlieger, die schon seit langem auch anwaltlich vertreten sind, haben ein Normenkontrollverfahren beantragt. Popp machte aus seiner Enttäuschung, dass das für die Infrastruktur und die ganze Gemeinde so wichtige Vorhaben weiter torpediert werde, keinen Hehl. Er fand es außerdem „unfair“, dass die „Kläger“ drei Monate Zeit gehabt hätten, um gegen den Bebauungsplan rechtlich vorzugehen, der Gemeinde aber eine Frist von zwei Wochen gestellt worden sei – zwei Wochen, in denen noch dazu die entscheidenden Leute in der Verwaltung krank beziehungsweise im Urlaub seien.

Eine Fristverlängerung bis zum 19. März habe der Verwaltungsgerichtshof in München abgelehnt, lediglich bis zum 12. März habe man die Frist um eine Woche verlängert. Man habe, so Bürgermeister Popp, nun die Rechtsanwaltskanzlei Döring und Spieß aus München mit der Sache betraut. Die hätten sich die ganzen Unterlagen auch schon abgeholt und würden nun an der Stellungnahme der Gemeinde für das VGH arbeiten.

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