Die fatale Verkehrssituation auf der Erdinger Straße war der große Aufreger bei der Bürgerversammlung am Dienstagabend im Lerchenfelder Brauhaus. Der OB gelobte eine eingehende Überprüfung Foto: Gleixner

„Unerträgliche Zustände“ in Lerchenfeld

Freising - Den Anwohnern der Erdinger Straße in Lerchenfeld stinkt es gewaltig. Ihren Ärger über die ihrer Meinung nach unzumutbare Verkehrssituation machten sie bei der Ortsteilversammlung am Dienstag deutlich.

Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher hatte die Tagesordnung im Brauhaus noch gar nicht ganz beendet, als sich ein Zuhörer zu Wort meldete. Jetzt habe er so viele „sehr schöne Worte“ über seine Heimatstadt gehört. Da müsse er aber schon fragen, was tonnenschwere Sattelzüge auf der Erdinger Straße zu suchen haben. Denn was er beobachtet hat: „Das Verkehrsaufkommen hat in den vergangenen Jahren schleichend zugenommen“, so der Anwohner.

Der Durchgangsverkehr, der über den Südring auf der Erdinger Straße in Richtung Freising Norden geleitet wird, werde immer unerträglicher. Geschätzte 12 000 Autos bewegten sich täglich an seiner Haustüre vorbei. „Um acht Uhr morgens kann ich in meiner Küche nicht mal ungestört Kaffee trinken“, so der aufgebrachte Mann. Besonders gefährliche Situationen ergäben sich tagtäglich an der Einmündung der Katharina-Mair-Straße zur Erdinger Straße. Vor allem die Radfahrer hätten es da schwer, in den Verkehr einzufädeln.

Dass es fast nicht möglich sei, aus seinem Grundstück an der „Fischzucht“ auszufahren, machte ein anderer Zuhörer deutlich. Denn die Grundstücke dort seien inzwischen dreifach bebaut, was die Anbindung zur Erdinger Straße hin nicht leichter mache. Nicht selten passiere es ihm daher, dass wenn er aus der Garage auf die Fahrbahn ausfahre, ihm Autofahrer, die auf der Erdinger Straße unterwegs sind, sogar mit der Faust drohen.

„Es ist alles zu viel. Es geht nicht mehr. Der Zustand ist absolut untragbar“: Das war der Tenor, den Rathauschef Tobias Eschenbacher und Hauptamtsleiter Rupert Widmann aus Lerchenfeld in die Verwaltung mitnahmen. Sie versprachen, dass alle vorgetragenen Missstände in den nächsten Wochen untersucht würden.

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