Neue Wahlumfrage: AfD stärker als SPD

Neue Wahlumfrage: AfD stärker als SPD
+
ur neuen Führung der Reichertshauser Schützen gehören: (v. l.) Andreas Bauer, Adolf Widmann, Michael Schranner, Franz Sittenauer, Hans Bauer, Richard Stanglmair, Max Sittenauer und Max Widmann.

Neuer Vorstand

Unruhige Zeiten bei Reichertshauser Schützen enden mit Führungswechsel

Reichertshausen - Hans Bauer ist neuer Schützenmeister in Reichertshausen. Blickt man auf die 110-jährige Geschichte des Vereins zurück, dürfte die Führungsfrage somit für über zwei Jahrzehnte gelöst sein.

In den vergangenen Jahren war den Reichertshauser Schützen viel Wind ins Gesicht geweht – ohne eigenes Verschulden. Weil der Dorfwirt seinen Laden dichtmachte, verlor der Verein seine Heimstätte. Das Ende schien besiegelt. Doch der Vorstand mit Franz Sittenauer an der Spitze wollte nicht so einfach aufgeben. Mit Containern und einem Stüberl am Sittenauer-Hof in der Ortsmitte behalf man sich mehrere Jahre – wohlwissend, dass die Zukunft anders aussehen müsste.

Die Zukunft ist Jetzt: Sittenauer und Co. nutzten die Chance, als sich ihnen die Gelegenheit bot, im Obergeschoß des Bürgerhauses für die Schützen langfristig eine Bleibe zu schaffen. Viel Schweiß floss, doch der Fleiß hat sich gelohnt, wie Sittenauer bei der Einweihung der neuen Schießstände sagte.

Für den Schützenmeister war das der richtige Zeitpunkt, nun persönlich den nächsten Schritt zu gehen, nämlich ins zweite Glied zu rücken. Auf den vollzogenen Domizilwechsel sollen nun auch im Verein neue Strukturen folgen. Als bei der Jahreshauptversammlung im Bürgerhaus Wahlleiter Anton Widman die Frage nach einem Kandidaten für den Posten des Vorsitzenden stellte, bekam er zwar prompt die Antwort: „Der Franz halt!“ Doch der Franz hatten andere Pläne: „Ich war jetzt 28 Jahre erster Vorstand. Habt’s Verständnis, dass ich es heuer nicht mehr mach!“

Hatten die Mitglieder dann auch. Im bisherigen Vize Hans Bauer war schnell ein neuer Mann für die Spitze gefunden. Auf ihn hatte sich die Vorstandschaft bereits im Vorfeld geeinigt. Zwar gab es Mitglieder, die noch andere Namen ins Spiel brachten. Doch alle Genannten winkten ab. Schließlich reichte es Hans Soller: „Warum tun wir so lang herum? Wir haben doch einen“.

Die einstimmige Wahl zeigte Hans Bauer, dass ihn alle für den Richtigen hielten. Beim Vize durfte dann zum Wahlzettel gegriffen werden. Neben Siegfried Spörer stellte sich auch Max Sittenauer als Stellvertreter zur Verfügung- Letzterer wurde mit 18 von 28 Stimmen auch gewählt. Alles Weitere war Formsache: Jeweils per Hand wurden Schriftführer Adolf Widmann und Schatzmeister Andreas Bauer bestätigt. Dem Beisitzer-Quartett gehört neben Richard Stanglmair, Max Widmann und Michael Schranner auch der bisherige Schützenmeister Franz Sittenauer an.

Weil der Verein künftig ein „e. V.“ werden soll, erachtete man drei statt zwei Jahre als Amtszeit für die Vorstandschaft als sinnvoll. Hans Bauer darf sich ohnehin schon einmal auf eine noch längere Amtszeit einstellen. Denn der Verein hatte in seiner 110-jährigen Geschichte nur vier Schützenmeister, von denen Hans Widmann mit 16 Jahre die kürzeste Amtszeit hatte.

Martin Hellerbrand

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Im Teufelsrad ist’s lustig“ – und auch auf der Bühne
Die Theatergruppe der Maibaumfreunde hat sich heuer was Besonderes einfallen lassen: Aufgeführt wird die Komödie „Im Teufelsrad ist’s lustig“ aus der Feder des Münchner …
„Im Teufelsrad ist’s lustig“ – und auch auf der Bühne
Einbruch in Freisinger Pizzeria und Tennisheim: Massiver Sachschaden
Einbruch am Roider-Jakl-Weg: Unbekannte Täter stiegen in das Tennisheim und die dortige Pizzeria ein. Sie zogen mit Diebesgut ab - und nicht, ohne ordentlich Schaden …
Einbruch in Freisinger Pizzeria und Tennisheim: Massiver Sachschaden
Freising ist ihm ans Herz gewachsen
Die Domstadt gratuliert Kardinal Friedrich Wetter zu seinem 90. Geburtstag am Dienstag. Kardinal Reinhard Marx würdigte seinen Vorgänger aus diesem Anlass als „treuen …
Freising ist ihm ans Herz gewachsen
„Ich werde die Schule nicht umkrempeln“
Sie habe, so sagt sie, „großes Glück im Leben gehabt“. Denn es habe keinen Tag gegeben, an dem sie nicht gerne gearbeitet hätte: Christine Obermaier, bis Freitag noch …
„Ich werde die Schule nicht umkrempeln“

Kommentare