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Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen: Leonhard Mandl (l.) und Sebastian Lehrmann vom Veranstalter Klangfeld fiebern auf dem Gelände des Moosburger Aquaparks ihrem Utopia Island Festival am 22. und 23. August entgegen.

Interview mit den Veranstaltern + Gewinnspiel

Utopia Island Festival: Das ist neu in 2014

Am 22. und 23. August bebt wieder das Ufer am Moosburger Aquapark: Dann strömen tausende Besucher zum Utopia Island Festival. Wir haben die Organisatoren gefragt, was es heuer Neues gibt und verlosen Tickets.

Moosburg  – In knapp einem Monat geht’s am Moosburger Aquapark wieder rund: Zum zweiten Mal findet am 22. und 23. August das Utopia Island Festival statt. Vergangenes Jahr tanzten rund um den See täglich 7000 Besucher zu elektronischer Musik, heuer sollen es noch mehr werden. Wir haben mit Sebastian Lehrmann und Leonhard Mandl vom Veranstalter Klangfeld über die Neuerungen gesprochen – und erfahren, was sie anstatt der Künstler als wichtigste Säule des Festivals erachten.

Freisinger Tagblatt: Fünf statt drei Bühnen, mehr Künstler, eine größere Campingfläche, zusätzliche Parkplätze – da haben Sie sich für heuer viel vorgenommen...

Sebastian Lehrmann: Es wird sich einiges im Vergleich zum Vorjahr verändern. Unser Ziel ist jedenfalls ein gesundes Wachstum.

Was ist denn in Ihren Augen „gesund“?

Lehrmann : Naja, wir wollen jetzt nicht gleich die Besucherzahlen verdoppeln. Aber zehn bis 15 Prozent werden schon angestrebt. Wenn wir das auf dem Gelände haben, ist dann auch Schluss. Utopia Island soll schließlich noch familiär und persönlich sein.

Leonhard Mandl: Das war auch das Feedback unserer Gäste: „Schön, dass man bei euch noch Platz zum Tanzen hat und sich nicht von Massen gestresst fühlen muss.“

Welches Feedback haben Sie denn sonst noch so erhalten?

Mandl: Da kam einiges. Zum Beispiel wurden wir sehr für das tolle Flair im Zirkuszelt gelobt. „Kleine Hölle“ hat das einer liebevoll genannt (lacht).

Und deswegen gibt’s in diesem Jahr gleich zwei Zirkuszelte?

Mandl: Wir haben ein kleineres mit Platz für rund 800 Leute und das große Zelt vom Vorjahr, das ist etwa doppelt so groß. Im kleinen geht es musikalisch etwas härter zu. Im großen Zelt gibt’s klassische Electro-Musik, da legen auch die Headliner-DJs auf.

Wo feiern die, die’s nicht so hart mögen?

Lehrmann: Es gibt wieder die kleine Location direkt am Seeufer, die im letzten Jahr auch sehr gut angenommen wurde. Dort laufen die eher entspannteren House-Klänge für all diejenigen, die mit den Füßen gern im Sand tanzen. Freunde von Live-Musik sind dagegen an der Main-Stage gut aufgehoben. Dort treten dann auch Milky Chance oder Frittenbude auf.

Vor der Hauptbühne stand man im Vorjahr nach dem miserablen Wetter schnell knöcheltief im Schlamm. Nicht für jeden ein Spaß. Haben Sie sich da auch etwas einfallen lassen?

Lehrmann: Ja, wir befestigen heuer alle Tanzflächen, damit dort noch hemmungsloser gefeiert werden kann.

Und wie sieht’s auf den Verbindungswegen zwischen den Bühnen aus?

Lehrmann: (zögert) Da sind wir noch am Überlegen. Was bereits befestigt wurde, sind die Lieferwege auf dem Aquapark-Areal. Dort kann künftig mit schwerem Gerät und Lkw gefahren werden.

Was 2013 ja eher problematisch war. Ein anderes kritisches Thema: Gibt es auch Verbesserungen bei den Shuttlebussen?

Lehrmann: Da haben wir eigentlich ganz positive Rückmeldungen bekommen.

Wir haben aber auch von Besuchern gehört, die über eine Stunde auf einen Bus warten mussten.

Lehrmann: Die Shuttles zu den Parkplätzen sind in diesem Jahr nicht nötig, weil das Gelände nun gut zu Fuß erreichbar ist. Busse wird es dann nur noch nach Moosburg und Landshut geben.

Utopia Island in Moosburg: Bilder vom Festival

2013 fand Utopia bereits Ende Juni statt. Nun liegt der Termin mitten in der Hochzeit vieler etablierter Festivals. Fürchten Sie nicht die Konkurrenz?

Lehrmann: Der spätere Termin hat den Vorteil, dass das Wetter stabiler ist und die Badesaison am Aquapark nicht mehr so tangiert wird. Die Konkurrenz fürchten wir nicht, die gäb’s im Juni ja auch. Und der Vorverkauf läuft gut.

Mandl: Außerdem haben wir unser Zielpublikum schon mit einer Club-Tour durch sieben bayerische Großstädte heiß gemacht, der „Journey of Utopia“. Dort haben wir einige Künstler, die auch zum Aquapark kommen, in Clubs auftreten lassen und so ordentlich für unser Festival geworben.

Uns ist auch immer wieder Utopia-Werbung auf anderen Festivals untergekommen.

Lehrmann: Richtig, da waren wir ebenfalls unterwegs. Wir haben uns aber auch gezielt an Leute gerichtet, die die ausverkaufte Tour von Milky Chance verpasst hatten. Wir haben ihnen erzählt: „Hey, bei uns tritt die Band nochmal auf – und dazu noch 80 weitere Künstler.“ Das kam gut an.

Die sehr erfolgreichen Newcomer aus Kassel sind also Ihr großes Zugpferd?

Lehrmann: Ja und nein. Wir wollen eigentlich den Fokus nicht auf die Künstler legen, sondern auf die Atmosphäre. Man soll sagen: „Ich komm’ auf jeden Fall zu Utopia, weil die Stimmung so toll ist.“ Deswegen arbeiten wir heuer auch noch mehr mit Deko und Licht. Dafür haben wir jetzt ein extra Team, das seit Monaten fleißig werkelt.

Das bedeutet mehr Personal?

Lehrmann: Ja, das Team wurde aufgestockt. Wir sind jetzt zehn bis zwölf Organisatoren. Die meisten von uns sind aber schon länger dabei. Dementsprechend verstehen wir uns mittlerweile blind...

Mandl: ...und unser Team ist bei all der Arbeit freundschaftlich verbunden.

Interview: Armin Forster

Tickets gewinnen

Das Freisinger Tagblatt verlost drei Weekend-Pässe (inklusive Camping) für das Utopia Island Festival. Wer gewinnen möchte, schreibt bis Montag, 28. Juli, 13 Uhr, eine E-Mail an nord@freisinger-tagblatt.de mit einer kurzen Begründung, warum er/sie der beste Gewinner ist. Die originellsten drei Zuschriften gewinnen je ein Ticket.

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