Bruno Blum steckt viel Energie in seine vielen Ehrenämter. Foto: wu

Verdienstkreuz 1. Klasse für Bruno Blum

Eching - Als Physiotherapeut begleitete Bruno Blum die deutsche Schwimm-Nationalmannschaft bei Olympiaden. Für seinen Berufsstand setzt sich der 73-Jährige rekordverdächtig ein. Am Mittwoch erhält er das Bundesverdienstkreuz erster Klasse.

Ganz überraschend kam die Nachricht, dass er das Verdienstkreuz 1. Klasse erhält, für Bruno Blum aus Eching nicht. Er hatte schon etwas Läuten hören, berichtet der 73-Jährige. Es ist nicht seine erste Ehrung: Das Bundesverdienstkreuz am Bande hat er bereits vor zwölf Jahren erhalten: für seine herausragenden ehrenamtlichen Verdienste als Bundesvorstand und Präsident des Verbandes „Physikalische Therapie, Vereinigung für die physiotherapeutischen Berufe“ (VPT), als Vorsitzender der Landesgruppe Bayern sowie als Gründungsmitglied der „Bundesarbeitsgemeinschaft der Heilmittelverbände“.

Der aus dem heutigen Moldavien stammende Masseur und medizinische Bademeister gründete 1971 die Deutsche Gesellschaft für Sportphysiotherapie. Es schloss sich eine wohl einzigartige „Olympiakarriere“ als Sportphysiotherapeut und Masseur der deutschen Schwimm-Nationalmannschaft an - und sorgte ebenfalls für einen Rekord: Von 1972 bis 2008 war er bei neun Olympiaden aktiv dabei: „Es gibt in Deutschland keinen, der so lange in einem Nationalteam als Sportphysiotherapeut tätig war“, sagt Blum. Parallel zu seinen Verdiensten für den Deutschen Schwimmverband - etwa für Michael Groß, Franziska van Almsick, Britta Steffen und Paul Biedermann - rief Blum 1974 die staatlich anerkannte Berufsfachschule für Massage/Physikalische Therapie in München ins Leben. Dort unterrichtet er noch.

Zusätzlich zu seinem Beruf widmete Blum seine ehrenamtliche Arbeitskraft 22 Jahre lang der Verbandsarbeit auf Landes- und Bundesebene. Dazu gehörte die Zusammenarbeit mit Ministerien im Bereich Gesundheits-, Sozial- und Bildungspolitik. Den mit diesem Jahr begonnenen Rückzug aus der Verbandsarbeit kommentiert Blum so: „Ohne die Unterstützung meiner Familie und meines Glaubens hätte ich das nicht geschafft“. Mit seiner Frau Elisabeth wohnt er seit 1973 in Eching. Die Eheleute sind dreifache Eltern und Großeltern. Beide engagieren sich in der evangelischen Kirche, wo Blum als Prädikant (Laienprediger) viele Gottesdienste hielt. Auch heute noch springt er als Prediger kurzfristig ein, wenn „Not am Mann ist“. (wu)

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