Faschingsgaudi Allershausen

Vereinsauflösung: Schluss mit lustig

Allershausen - Eine Gaudi kann man in Allershausen schon haben. Nur mit der organisierten Form des Spaßes, also mit dem Fasching, läuft es nicht immer ganz rund. Erst 2009 hat sich ein Verein, der Allershausener Faschingsgaudi e.V., gegründet. Jetzt wird man sich wieder auflösen.

Noch ist es juristisch und notariell nicht festgesetzt, noch ist es auch nicht offiziell. Doch die Mitglieder der Allershausener Faschingsgaudi haben in der vergangenen Woche bei einer Sitzung beschlossen, den Verein aufzulösen. Vorsitzender Lars Rau hat das dem Freisinger Tagblatt auf Nachfrage bestätigt: „Darauf wird es hinauslaufen“, so Rau.

„Der Nachwuchs fehlt“, beschreibt Rau einen der Gründe dafür, wieso es demnächst wohl einen Verein weniger in Allershausen geben wird. 40 Mitglieder hatte die Allershausener Faschingsgaudi einmal, derzeit sind es noch 25. Und die zogen nicht mehr so recht mit, beschreibt Rau die Situation. Er habe vor drei Jahren den Vorsitz übernommen, und das seien auch „zwei supergeile Saisons“ gewesen. Für heuer aber habe das Engagement stark nachgelassen. Und so werde es beispielsweise zwar heute auf dem Gelände des TSV Allershausen noch ein buntes Faschingstreiben geben, einen Faschingsumzug wird man in Allershausen heuer aber nicht erleben können.

Kein Umzug, aber Faschingstreiben

Daran sei aber nicht einmal nur der Verein schuld. Seit Jahren, so erzählt Rau, versuche man, den Faschingsumzug in Allershausen nicht am Faschingsdienstag zu organisieren, sondern eine Woche vorher. Grund: Vereine und Organisationen sollten die Chance haben, nicht nur zu den schon traditionellen Faschingsumzügen am Faschingsdienstag ihre Wagen zu entsenden. Doch das habe man nie so richtig auf die Reihe bekommen. In diesem Jahr wäre das gegangen, berichtet Rau. „ Aber wollte heuer keiner mehr so recht“, beschreibt Rau die Stimmung und die Haltung im Verein.

Wie auch immer: Von der Auflösung hatten auch schon Bürgermeister Rupert Popp und der von der Gemeinde für die Betreuung der Vereine beauftragte Gemeinderat Peter Colombo gehört. Bei der Sitzung sei es, so wusste Colombo, um die Auflösung gegangen. Und was er so gehört habe, sei die auch beschlossen worden. Rau hat das nun bestätigt. Schluss mit lustig in Allershausen.

Rubriklistenbild: © dpa-tmn

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