Polizei ermittelt Freisinger

Nach Vergewaltigung einer 30-Jährigen: 19-Jähriger festgenommen

Freising - Nach der Vergewaltigung einer 30-jährigen Frau am Fürstendamm in Freising hat die Polizei nun den mutmaßlichen Täter festgenommen: Es ist ein 19-jähriger Freisinger.

Update vom 2. Oktober 2015: Die Vergewaltigung nach dem Volksfestbesuch ist geklärt. Wie die Polizei mitteilt, hat die Kripo Erding einen 19-jährigen Freisinger als mutmaßlichen Täter ermittelt. Er hatte am 5. September gegen 6 Uhr morgens die 30-jährige Studentin auf dem Heimweg vergewaltigt.

Nach einem Zeugenaufruf in den Medien und Hinweisen aus der Bevölkerung konnte jetzt die Kriminalpolizei Erding den 19-Jährigen, der dringend tatverdächtig ist, festnehmen.

Obwohl er die Tat bestreitet, bestätigte der Ermittlungsrichter aufgrund der Beweislast den Haftbefehlsantrag der Staatsanwaltschaft Landshut gegen den Mann. Er wurde in Untersuchungshaft genommen und in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Das war die Erstmeldung

Am Samstag früh, um 5.30 Uhr, hatte sich die Studentin nach einem Besuch des Nachtcafès auf den Weg nach Hause gemacht. Im Bereich, wo der Fußweg an der Ottostraße nach rechts Richtung Fürstendamm führt und man die baumbestandene Grünanlage erreicht, sprach sie ein 25 bis 30 Jahre alter, etwa 1,70 Meter großer, dunkelhäutiger Mann mit Kinnbart an und wurde zudringlich. Als die Frau weglaufen wollte, versperrte ihr der Täter den Weg und vergewaltigte sie. Er könnte seinem späteren Opfer vom Nachtcafè aus gefolgt sein, sie aber auch zufällig am Beginn des Fürstendamms getroffen haben. Die Polizei ging gestern „vereinzelten Hinweisen“ nach. Verschiedentlich glaubten Anrufer, den Täter zu kennen. Die Polizei überprüfte daraufhin mehrere Personen, die aber nicht für die Tat in Frage kamen. Auf Hochtouren läuft auch die Auswertung von Spuren.

Obwohl das Opfer zuvor auf dem Volksfest war, betont PI-Chef Neuner, dass man in diesem Fall nur von einem „stark erweiterten Volksfestbezug“ sprechen könne. Die 30-Jährige besuchte anschließend das Nachtcafé an der Luitpoldanlage - das Volksfest hatte zum Zeitpunkt der Tat längst geschlossen.

Eine ähnliche Gewalttat hat es seit vielen Jahren nicht mehr im Umfeld des Volksfests gegeben, wie Neuner betont. Man werde alles daran setzen, für die gewohnte Sicherheit zu sorgen. „Alles, was bei uns unterwegs ist“ fahnde nach dem Täter oder halte nach verdächtigen Personen Ausschau. 

hob

Rubriklistenbild: © dpa

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