Diskussion in Agenda-21-Gruppe

Verkehrs-Brennpunkt Wippenhauser Straße - was tun?

Freising - Der Verkehrs-Brennpunkt Wippenhauser Straße gibt seit langem zu denken. Ob man die Situation eventuell durch eine bessere Anbindung mit Bussen entschärfen könnte, wurde beim Infoabend der Agenda 21-Gruppe „Bauen, Wohnen, Verkehr“ am Donnerstag diskutiert. Dabei gab’s überraschenden Vorschlägen.

Den wichtigen Schulstandort mit FOS/BOS, Wirtschaftsschule, Berufsschule und Camerloher Gymnasium „steuern“ derzeit täglich exakt 3150 Schüler an, rechnete der Moderator des Abends, Karl Auerswald vor. Wenn man noch Lehrer und Verwaltungspersonal der Schulen dazurechne, müsse man von rund 6800 Verkehrsbewegungen ausgehen, die dort täglich stattfänden.

Auerswald und das Agenda-Team hatten auch nachgerechnet wie viel Busnutzer es gibt: 1404 täglich. Er habe sich sogar persönlich auf den Weg gemacht und explizit alle Fahrräder gezählt, die am Vormittag vor den Schulen abgestellt waren. Das Ergebnis habe ihn „von den Socken“ gehauen, gab Auerwald zu: „Es waren nur 296.“ Sein Fazit: „Der Großteil der Schüler ist mit dem Auto unterwegs oder wird gebracht.

Das sprichwörtliche „Eltern-Taxi“ sei also unter anderem mitverantwortlich dafür, dass die Wippenhauser Straße zwischen 7.45 und 8 Uhr verstopft sei. Von einem besonders krassen Beispiel bei dem ein solches „Eltern-Taxi“ für einen Unfall vor einer Moosburger Schule mitverantwortlich war, berichtete der Leiter des Straßenverkehramtes im Landratsamt, Christian Wegscheider. Danach dürfe dort in den Stoßzeiten nicht mehr mit dem Pkw vorgefahren werden.

Am Schulstandort an der Wippenhauser Straße sei die Sicherheit an den Bushaltestellen nicht optimal, das wussten die Experten: Der Wendehammer vor der Berufsschule sei oft zugeparkt. Eine Art Busbahnhof dort anzulegen, das sei aber derzeit nicht möglich. Denn auf dem dafür möglichen Areal, dem ehemaligen Hochschulsportplatz, stehen die Container fdür die Asylbewerber. „Ab 2020 könne da eventuell eine Verbesserung herbei geführt werden“, sagt Wegscheider.

Dass die Benutzung der Stadtbusse für Schüler aus Freising einfach „zu teuer“ sei, warf ein Diskussionsteilnehmer ein. Gerade in der Kurzstrecke mache sich dies bemerkbar. Er regte an, die Fahrten zwischen 7 und 8 Uhr kostenlos anzubieten.

Ein gestaffelter Schulbeginn könne die Morgenspitze entzerren, das war ein weiterer Vorschlag, der diskutiert wurde. Dann könnten die Busse mehrfach hintereinander eingesetzt werden.

Wie man die Schulwegsituation umweltfreundlich in den Griff bekommen könnte, trug Johann Englmüller vor. Warum denn die Stadtwerke nicht „Radbegleiter“ ausbildeten, wollte er wissen. Der ehrenamtliche Mobiltätsberater spielte damit auf das Programm „Owacht“ an, bei dem die Stadtwerke in Zusammenarbeit mit Schulen und der Polizei seit einigen Jahren „Busbegleiter“ einsetzen: Schüler, die für Ordnung und Frieden während der Busfahrt sorgen.

Man könne doch dahingehend tätig werden, dass die Kinder in Gruppen gemeinsam mit dem Rad zur Schule fahren, merkte Johann Englmüller an. Sonja Ziesak von den Stadtwerken: „Das wäre eine Aufgabe für den Elternbeirat.

Maria Martin

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