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Versuchter Einbruch in Tierheim-Baustelle: Tierschutzverein Freising bittet um Hilfe

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Am Wochenende wurde versucht, in die Tierheim-Baustelle zwischen Dietersheim und Mintraching einzubrechen. Tierschutzverein-Vorsitzender Joseph Popp bittet die Bevölkerung um Unterstützung.

Die gute Nachricht zuerst: Ins Haus selbst scheinen der oder die Einbrecher nicht gelangt zu sein, teilt Joseph Popp in einer Nachricht mit. Allerdings wurde aus zwei Baufahrzeugen der Treibstoff abgesaugt, nachdem die Tankverschlüsse aufgebrochen waren. 

Zudem wurde der Rolladen an einem Container verbogen, als man versuchte, ins Innere zu schauen. Da die Container aber allesamt noch leer seien, so Popp, habe es dort nichts zu holen gegeben. 

„Es tritt jetzt schon vor der Eröffnung ein, was wir immer befürchtet haben“, erklärt Popp in der Pressemitteilung. Deswegen habe man bei der Planung eigentlich vorgehabt, eine Wohnung im ersten Stock des Hauptgebäudes zu bauen. Dann hätte man immer einen Tierpfleger vor Ort. „Aus Kostengründen mussten wir das aber streichen.“ 

Er bittet die Bevölkerung jetzt um Hilfe. Wenn jemand nachts auf der St 2350 (ehem. B11) unterwegs ist und verdächtige Personen an der Baustelle entdeckt, soll sich sofort an die Polizei wenden. Der Tierschutzverein will nun versuchen, mehr Spenden zu akquirieren, um das Tierheim komplett einzäunen zu können. „Im Moment fehlen uns aber auch dafür noch die finanziellen Mittel“, sagt Popp.

Erst im April hat der Verein Spatenstich feiern können. Nachdem Popp und seine Anhänger jahrelang für den Bau eines Tierheims gekämpft haben, war es im Frühjahr 2017 dann so weit. Das Richtfest folgte erst vor wenigen Wochen, als Landrat Josef Hauner von einem „guten Tag für die Tiere“ sprach. Es sind aber nach wie vor nicht alle Gemeinden an Bord, was die Finanzierung des Tierheims betrifft. Beispielsweise hat die Gemeinde Wolfersdorf beschlossen, nur im Einzelfall finanziell zur Seite zu springen - nämlich dann, wenn Tiere aus dem Gemeindegebiet betroffen sind. Wie dringend notwendig ein Tierheim im Landkreis ist, zeigt dieser Fall, als ein Unbekannter ein Kaninchen in einem Freisinger Garten „entsorgte“ - und die Kapazitäten der Freisinger Tierschützer nicht ausreichten.

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