Rund 85 000 Euro steckt die Gemeinde in die Sanierung der Volkshochschule Eching. wu

Das Vhs-Gebäude wird saniert

Eching - Alles neu macht der Mai - vielleicht nicht unbedingt. Aber in naher Zukunft soll sich endlich was tun bei den bereits 2012 beschlossenen, mit 85 000 Euro in den Haushalt eingestellten, aber eben immer wieder verschobenen Sanierungsarbeiten am Volkshochschulgebäude in Eching.

In dem ehemaligen Wohnhaus mit angebautem Wintergarten, zwischen Graßlhaus und Bürgerhaus gelegen, befindet sich im Erdgeschoss die Vhs-Geschäftsstelle für die vier Mitarbeiterinnen. Darüber sind drei Seminarräume untergebracht, in dessen größtem maximal zwölf Personen Platz haben. Laut Bürgermeister Josef Riemensberger, zugleich Vorsitzender der Volkshochschule, werden die Gewerke für die Reparatur-Maßnahme kurzfristig vergeben. Somit kann noch 2016 mit den Arbeiten begonnen werden.

Dazu zählen eine vollständige Neueindeckung des Ziegeldaches, Ausbesserungsarbeiten am maroden Kamin sowie Putzarbeiten an der Fassade, durch deren weißen Anstrich das Mauerwerk durchscheint. Auch über eine energetische Dachisolierung wird nachgedacht, was aber aufgrund der architektonischen Bauausführung des Daches schwierig ist. Zusätzlich wird es eine Blitzschutzeinrichtung geben.

Eher beiläufig ließ Riemensberger die mittel- bis längerfristige Gebäudenutzung offen. Dies wird die Vhs aufhorchen lassen. Denn seit Jahren besteht in der größten Erwachsenenbildungseinrichtung im Ort mit mehr als 33 000 Kursteilnahmen der dringende Wunsch, in ein größeres Gebäude umzuziehen. Das Raum- und Gebäudemanagement von über 400 Kursen pro Frühjahrs- und Herbst-Semester in zehn verschiedenen, übers ganze Gemeindegebiet verteilte Einrichtungen, wo die Vhs „nur“ Gastrechte hat, erfordert großen logistischen und organisatorischen Aufwand.

Als ein denkbares Domizil war die Alte Schule im Gespräch, die aber auch sehr gern vom Tagesmütterprojekt Kind im Fokus e.V. genutzt würde, das ebenfalls unter Raumnot leidet. Angedacht wurde parallel ein Umzug von Kind im Fokus in die jetzige Vhs-Geschäftsstelle. Dies erscheint allerdings nicht mehr aktuell, ein dauerhafter Umzug in die Alte Schule die realistischere Lösung zu sein. Die Räume im Erdgeschoss des Echinger Schulgebäudes aus dem Jahr 1907 wurden bereits ein Jahr lang als „Interimsunterkunft“ für die kleinen Insassen der Großraumpflegestelle „Spatzennest“ genutzt, die für die Dauer der Renovierungsarbeiten im Post-Gebäude dort untergekommen waren.

Nachdem sich dieses Ersatzquartier bestens bewährt hat, soll es bis auf weiteres für den Trägerverein „Kind im Fokus“ vorgehalten werden. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass für das Tagesmütterprojekt nicht nur Büroräume, sondern vor allen Dingen auch zwei dauerhaft eingerichtete Notfall- und Ersatzbetreuungsplätze gebraucht werden. Diese gehören zum landkreisweit aufgebauten „Versorgungsnetz“ und garantieren, dass beim Ausfall von Tagesmüttern, etwa bei Krankheit, sofort eine Ersatzbetreuung verfügbar ist.

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