Medien: Deutscher im Ausland auf Antrag der Türkei festgenommen

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Rainer A. Wirth ist für Bildungsmarketing und Kulturmanagement zuständig.

Stiftung Bildungszentrum stellt Programm vor

Viel Neues aus der Bildungswerkstatt

Man geht neue Wege, man beschäftigt sich mit aktuellen Entwicklungen, widmet sich dem so wichtigen interreligiösen Dialog und der politischen Kultur. Und dann gibt es noch Sommer.Kultur.Nächte. Auf dem Domberg ist viel los.

Freising – Obwohl – oder besser: Weil die Schließung des Kardinal-Döpfner-Hauses immer näher rückt, arbeitet das Team der Stiftung Bildungszentrum intensiv am Bildungsangebot auf dem Mons doctus. Gestern wurden Neuerungen und Highlights des Sommerprogramms präsentiert – und mit Rainer A. Wirth auch gleich der Mann, der seit einer Woche für Bildungsmarketing und Kulturmanagement auf dem Domberg zuständig ist.

Stiftungsdirektorin Claudia Pfrang verkündete zunächst „Neues aus der Bildungswerkstatt“: Dazu gehört ein Poetry-Slam am 9. Mai mit acht Slammern, die sich zu der Aussage „Wer(’s) glaubt wird selig!“ in einem Dichterwettstreit messen. Damit in Zusammenhang steht ein besonderes Projekt mit dem Namen „Weckworte“: Unter Anleitung des Slam-Poeten Lars Ruppel aus Berlin lernt man, wie man Gedichte für Alzheimer-Patienten und Menschen mit geistiger Behinderung vorträgt. Denn das ist inzwischen fester Bestandteil der Pflege von Menschen mit Demenz. Schüler werden mit Ruppel eine Einrichtung mit Demenzkranken in Freising besuchen. „Das ist etwas Berührendes“, so Pfrang.

Ein Schwerpunkt werde auch weiter der interreligiöse Dialog und die Beschäftigung mit dem Islam sein, so die Direktorin. Beispiel: Am 14. Juli findet eine große und fachlich exzellent besetzte Studientagung statt, die einer wichtigen Frage nachgeht: Was ist der „wahre“ Islam?

In diesem Zusammenhang – und außerdem auch ein weiterer Programmschwerpunkt gerade im Wahljahr – sind all die Angebote zu sehen, die es zu dem Thema politische Kultur und Zukunft der Demokratie gibt: Da ist nicht nur eine Vortragsreihe von April bis Juli, die „zwar keine einfachen Antworten geben, aber die Entwicklung begreiflich machen wollen“. Da ist auch am 6. Mai ein Studientag zu dem Thema „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“. Vor allem aber, und diese Veranstaltung wird wegen der großen Nachfrage wiederholt, ist da ein ganzer Tag (Samstag, 13. Mai), an dem man „Argumentationstraining gegen Stammtischparolen“ absolvieren kann. In Zeiten, in denen Aussagen wie „Die sind doch alle gefährlich und kriminell“ oder „Durch Zuwanderung geht die deutsche Kultur zu Grunde“ schon fast salonfähig sind, sei es laut Beschreibung des Kurses wichtig zu wissen, wie man solchen Aussagen begegnet und schlagfertige Antworten findet. Denn: Solchen Auseinandersetzungen dürfe man nicht ausweichen.

Doch auch Kunst und Kultur kommen in den kommenden Monate nicht zu kurz auf dem Domberg. Da ist die „Kreativ.Werk.Woche“ vom 5. bis 9. September – die Weiterentwicklung der seit 34 Jahren stattfindenden musischen Werkwoche. Und da ist, wie berichtet, „Sommer.Kultur.Nächte“: Am 24. und 25. Juni gibt es die Operninszenierung des Freisinger Asamchores. Titel: „Dido und Aeneas meets Tango“. Am 2. Juli wird es eine Jamsession mit regionalen und internationalen Musikern geben, am 3. Juli ein Konzert mit dem Universitätschor Amsterdam, am 9. Juli einen literarisch-kulinarischen Abend mit dem Domorchester („Luthers Tischreden“) und am 20. Juli mit Opodeldok das Theaterstück „Luther Spektakel“. Es ist eben viel los auf dem Domberg.

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