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Dieser Schlüssel dürfte nicht lange überlebt haben: Die Kinderhort-Crew mit (hinten, v. l. ) Bettina Wick (stellvertretende Hortleiterin), Bürgermeisterin Eva Bönig, Franz Eichler und Gabriele Rössler (beide Katholische Jugendfürsorge) sowie Hortleiterin Maria Eppler.

St. Vinzenz Palotti

Neuer Hort in Freising eingeweiht

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Freising - Seit sieben Monaten ist dort, wo früher die Montessori-Kinder betreut und unterrichtet wurden, der Hort St. Vinzenz Pallotti untergebracht. Gestern wurden die Räume eingeweiht.

Die Montessori-Kinder, die hier viele Jahre lang im Haus der Pallottiner zur Schule und in den Kindergarten gegangen sind, haben bekanntlich inzwischen ihr neues Domizili in den Guten Ängern bezogen. Die Gelegenheit der frei- werdenden Räume im Pallotti-Haus hat die Stadt ergriffen, durfte die Räume von den Patres mieten, hat sie für 160 000 Euro saniert und umgebaut, um dem Bedarf an Hortplätzen in der Stadt gerecht zu werden. Derzeit verbringen 50 Kinder in zwei Gruppen hier die Zeit nach der Schule, später können es einmal 100 Kinder sein.

Ein Hort, so betonte Bürgermeisterin Eva Bönig, sei mehr als die Garantie auf ein Mittagessen und auf die Erledigung der Hausaufgaben. In einem Hort gehe es um Aufenthaltsqualität, um eine gute Atmosphäre, um Platz und Freiraum zum Spielen. Die Räume des Kinderhorts St. Vinzenz Pallotti würden dies bieten – auch wenn die Außenbereiche nicht so seien, wie man sich das für einen Hort eigentlich vorstelle. Aber man habe, so Bönig, eine gute Lösung gefunden: Den Pausenhof der benachbarten Paul-Gerhardt-Schule darf man mitbenutzen – und zwar so lange, bis in einigen Jahren der Hort nach Fertigstellung der Schulen im Steinpark in das Gebäude der dann ehemaligen Mittelschule Paul-Gerhardt umzieht.

Träger des Horts ist die Katholische Jugendfürsorge Nord, deren Leiter Frank Eichler den „wunderbaren Platz“ lobte, und der auch Probleme nicht verhehlte: Gerade als man der Stadt zugesagt hatte, die Trägerschaft zu übernehmen, seien zwei Mitarbeiterinnen schwanger geworden, zwei weitere hätten gekündigt. Doch man habe auch diese Probleme gelöst. Eichler schwärmte von den „grünen Sitzeiern“, die allerdings riskant seien, weil man gerne auch mal hintenüber herunterfalle – wie er selbst schon erfahren musste.

Es ist eben ein besonderer Hort – was auch Architekt Sebastian Hrycyk bestätigte: Man befinde sich in einem zwischen 1928 und 1930 errichteten Einzeldenkmal, der Hort zeichne sich durch sehr große und helle Räume aus, man habe Platz für vier Gruppen, außerdem noch für Hausaufgaben-, Werk- und Speiseraum – insgesamt 900 Quadratmeter Fläche.

Eine Frage, die sich die Kinder offenbar gestellt hatten, musste man gestern freilich mit Nein beantworten: „Kommt Obama auch?“

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