Ein echter Hingucker ist die Schwanzmeise, die in Freising und Umgebung in Trupps von bis zu fünf Tieren gesichtet wurde. Foto: Rosl Rössner/LBV Archiv

Vogelbrut starb im Dauerregen

Freising - Das nasskalte Frühjahr 2013 hat auf die Vogelwelt im Landkreis durchgeschlagen: Bei der „Stunde der Wintervögel“ wurden Anfang Januar weit weniger Exemplare gezählt als im Jahr zuvor.

„Das schlechte Wetter hat die Bruterfolge minimiert“, berichtet Christoph Bauer vom Landesbund für Vogelschutz. Aber es gibt auch gute Nachrichten.

Statt 44 Vögel (2013) flatterten heuer zu Beginn des Jahres während des Beobachtungszeitraums von rund einer Woche nur durchschnittlich 37 Vögel durch die Gärten in und um Freising. Schuld daran sind die sintflutartigen Regenfälle und die Kälteeinbrüche während der Brutzeit - es gab hinterher viel weniger Nachwuchs bei Sperling, Meise und Co.

Vielleicht ist alles aber nicht ganz so dramatisch: Während der diesjährigen Zählung war es so warm, „dass viele Vögel gar nicht an die Futterhäuschen in den Gärten gehen mussten“, wie Christoph Bauer weiß. „Die kamen auch so klar, zwitschern und fangen sogar schon an zu balzen.“

Im Landkreis haben über 300 Vogelfreunde rund 8200 Vögel beobachtet. Der häufigste war ist der Feldsperling mit 1650 Exemplaren. Er hat mit dem Haussperling (1270) den Platz getauscht. Obwohl es den Spatz immer noch in großen Schwärmen gibt, ist er in Freising auf dem Rückzug - wie in ganz Bayern.

Die Kohlmeise ist in fast neun von zehn Gärten zu Hause und belegt mit 1 120 gemeldeten Individuen den dritten Platz.

Die Kohlmeise ist in fast neun von zehn Gärten zu Hause und belegt mit 1 120 gemeldeten Individuen den dritten Platz. Größere Veränderungen unter den „Top Ten“ der häufigsten Vögel gab es kaum. Allerdings ist die Zahl der gemeldeten Grünfinken (595) um die Hälfte zurückgegangen. Der Grünfink fiel vom vierten auf den sechsten Rang. „Die Ursache dafür ist wohl das 2013 aufgetretene Grünfinkensterben aufgrund von Trichomoniasis“, weiß Experte Bauer.

Besonders auffällig war in diesem Jahr die große Zahl an Schwanzmeisen (72, Vorjahr 60, Rang 16) Die Schwanzmeisen, die man auch „Pfannenstiele“ nennt, waren in dieser Saison in Schwärmen von fünf Tieren unterwegs.

Einige Teilnehmer hatten heuer besonderes Glück und konnten außergewöhnliche oder im Winter seltene Vögel beobachten. So wurden 28 Zaunkönige, acht Hausrotschwänze, drei Zilpzalps, drei Stare und ein Wintergoldhähnchen gemeldet.

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