Inthronisation Fahrenzhausen

Das Volk ist seinem Herrscher-Paar ergeben

Fahrenzhausen – Draußen war es eine bitterkalte Nacht, drinnen lautete noch dazu das Showmotto „Unendliches Eis“. Und trotzdem war die Inthronisation der Prinzenpaare der Faschingshochburg Fahrenzhausen am Freitag eine heiße Angelegenheit.

Josef II. und Isabella I. haben das Zepter und den Rathausschlüssel übernommen, Benjamin I. und Vivian I. unterstützen die Regenten auf Zeit tatkräftig. Schon die Band des Abends war wieder einmal Garant dafür, dass den Ballbesuchern in der Mehrzweckhalle schnell warm wurde: Dolce Vita spielte auf und sorgte vom ersten Moment an für Stimmung.

Im Mittelpunkt des Interesses stand aber freilich die Amtseinführung des neuen Prinzenpaares. Bürgermeister Heinrich Stadlbauer wehrte sich auch nur ganz wenig dagegen, die Rathausschlüssel in die Hände des Prinzenpaares und des Kinderprinzenpaares zu legen, „damit ihr alles im Griff habt“. Nur eine Bitte hatte der Gemeindechef: Josef II. und Isabella I. mögen doch dafür sorgen, dass weiterhin Lebenslust und Humor in der Gemeinde herrschten. Das wird dem neuen Herrscherpaar nicht schwer fallen, das sich – wie schon der Nachwuchs vor ihnen – mit einem gekonnten und klassischen Prinzenwalzer „seinem“ Volk präsentierte und vorstellte.

Und die beiden Regenten lüfteten auch das gut gehütete Geheimnis um das Motto der Show in der Saison 2016/2017: Die Narrhalla begibt sich heuer auf „Unendliches Eis“. Nach einem wie immer sehr zackigen und professionellen Gardemarsch war die Show der Garde, der Glitzerburschen und des Prinzenpaares atemberaubend und mitreißend. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war das Volk seinem neuen Herrscherpaar ergeben und wird ihm bis zum Faschingsdienstag die Treue halten.

Für die Kindergarde galt das Motto „Amerika, wir kommen“ – ein Thema, das man schon an der Farbgebung der Gardekleider und am Schwenken kleiner Star Spangled Banners erraten konnte. Die Teenie-Garde schließlich hatte sich für ihren Auftritt das Thema „Girl-Power“ ausgesucht. Nach dem famosen Auftritt der Formation der 13- bis 17-Jährigen war klar, weshalb es kaum ein besseres Motto gegeben hätte.

Die Inthronisation des Faschingsvereins Kammerberg-Fahrenzhausen – nicht nur ein „gesellschaftlicher Höhepunkt“ in der Gemeinde, wie es der entmachtete Rathauschef Stadlbauer formuliert hatte – sondern auch eine echte Showveranstaltung im besten Sinn des Wortes.

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