+
Ein Prosit der Gemütlichkeit mit Fest-Gerstensaft riefen sich zu: Festwirt Alexander Tremmel, Festreferent Josef Fischer, Bürgermeister Harald Reents, Stefan Lobmeier und Hauke Winterer (beide vom Hofbrauhaus Freising, v. l.).

Volksfest-Gerstensaft getestet

Eine „bierernste“ Angelegenheit

33 Tage vor der „Hallberger Wies’n“ hat sich der Gemeinderat versammelt, um über eine „bierernste“ Angelegenheit zu beraten. Einziger Tagesordnungspunkt: Der Fest-Gerstensaft fürs Volksfest. Tagungsort: das Stüberl der Hallbergmooser Feuerwehr.

Hallbergmoos – Am Ende der traditionellen Bierprobe war man sich einig: Heuer soll das Festbier erstmals während der Festtage (26. bis 30. April) naturtrüb ausgeschänkt werden. Wie gewohnt kommt das Bier aus dem Hofbrauhaus Freising. Mit einer Stammwürze von 13,5 Prozent und einem Alkoholgehalt von 6,1 Prozent floss es nach zwei gekonnten, spritzerlosen Schlägen von Bürgermeister Harald Reents auf das 50-Liter-Probierfassl in die Krüge der Testtrinker.

Noch leicht trüb ist es. Denn erst nachdem es filtriert ist, erhält der Gerstensaft seine Bernstein-Farbe, wie die fachkundigen Experten aus dem Hofbrauhaus Hauke Winterer und Stefan Lobmeier erläuterten.

Dabei will man’s heuer auch belassen. Denn die von Bürgermeister Harald Reents spontan einberufene Ratssitzung endete mit einem einhelligen Votum: Unfiltriert ist der Gerstensaft „geschmacklich vollkommen“ und schäumt sogar ein bisserl besser. Und mit dem Ausschank von naturtrübem Festbier, hat man wie Festreferent Josef Fischer sich freute, auch ein gewisses Alleinstellungsmerkmal, das das Hallbergmooser Volksfest von anderen unterscheidet.

Ausgeschenkt wird die Mass für 7,60 Euro. Das sind 40 Cent mehr als im vergangenen Jahr, aber immer noch weniger als in Neufahrn (7,80 Euro), das eine Woche früher feiert. Zum gleichen Preis gibt’s auch und die Hallberger Moosweiße und die Erdinger Urweiße. Und freilich lässt sich auch mit alkoholfreiem Bier anstoßen.

Festzug, Tag der Betriebe, Senioren- und Kindernachmittag, Fundsachenversteigerung und Schafkopfrennen: Am bewährten Ablauf der Wiesn-Tage hält man fest. Den sonst eher ruhigen Freitag will Festwirt Alexander Tremmel mit dem Auftritt von „The Heimatdamisch“ (19.30 Uhr) – einer Formation mit 21 Millionen viralen Fans, die Nenas 99 Luftballons als Landler oder Joe Cocker im Polka-Verschnitt spielt – frischen Wind ins Festzelt bringt. Die Moosner, nach Tremmels Worten Hektoliter-Rekordhalter, rutschen auf den Sonntagabend, der wegen des darauffolgenden Maifeiertags einen turbulenten Endspurt verspricht. Volksfestlauf und Eselrennen (Sonntag, 30. April) runden die Hallbergmooser Feiertage sportlich ab.

Eva Oestereich

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Adventskranz in Flammen – Gemeindesaal in Gefahr
Einen größeren Brandschaden verhinderten gestern aufmerksame Anwohner an der Hohenbachernstraße. Sie bemerkten am Sonntagvormittag einen in Brand geratenen Adventskranz …
Adventskranz in Flammen – Gemeindesaal in Gefahr
Manchmal geht’s nicht ohne Chemie
Der Bund Naturschutz hat Christbaum-Stichproben in ganz Deutschland genommen – und fast überall Pestizid-Spuren festgestellt. Sogar Mittel, deren Verwendung illegal ist, …
Manchmal geht’s nicht ohne Chemie
Viel Schaum um nichts...
Mit einem gestohlenen Feuerlöscher sprühten zwei Jugendliche in der Nacht zum Samstag um 3.30 Uhr auf einer Baustelle im Bereich der Weinmiller-Straße in Freising herum. …
Viel Schaum um nichts...
Ein fliegender Teppich hat Heimweh
Weihnachten naht, und da ist die pupsende Hexe Lindenbart nicht weit. Gerade entsteht die fünfte Folge dieser pfiffigen Hörspielreihe, bei der sich die kleine, pupsende …
Ein fliegender Teppich hat Heimweh

Kommentare