Ein Zeichen für Integration hat die Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde in Neufahrn gesetzt. An der gemeinsamen Baumpflanzaktion an der Pocci-Straße beteiligten sich Nisar Mahmood, Safar Nagi, Bürgermeister Rainer Schneider, Munawar Nasir, Organisator Nazir Ahmad und Munir Ahmad (v. l.). Foto: Fischer

Für ein wachsendes Vertrauen

Neufahrn - Die Aktion hatte Symbol-Kraft. Vertreter der Ahmadiyya-Gemeinde haben zusammen mit Bürgermeister Rainer Schneider drei Winterlinden gepflanzt. Die Bäume an der Pocci-Straße sollen Wurzeln schlagen, wachsen und gedeihen.

Wie die Verantwortlichen bei einer anschließenden Zeremonie betonten, sollen sie ein Zeichen für Integration darstellen und daran erinnern, dass auch die Muslime Teil der Gemeinde und des gesellschaftlichen Lebens in Neufahrn und in der gesamten Region sind.

Der Neufahrner Vertreter der Ahmadiyya-Gemeinde, Safar Nagi erklärte, dass die Aktion auch unter dem Motto der Glaubensgemeinschaft zu betrachten sei. Es laute: „Liebe für alle, Hass für keinen.“ Die Ahmadiyya-Gemeinde in Neufahrn besteht seit 1986. Ihre Leitung ist etwa bei Tagen der „Offenen Moschee“ bemüht, Misstrauen abzubauen. Sie wirbt ausdrücklich für Verständnis und Vertrauen innerhalb der unterschiedlichen Glaubenrichtungen.

Schneider wertete die Pflanz-Aktion als „Zeichen der Gemeinsamkeit“. Es habe immer wieder auch Missverständnisse gegeben, erklärte Schneider. Das sei „alles menschlich“. Aber auch wenn man unterschiedlichen Glaubensrichtungen angehöre, so gebe es nach gemeinsamer Überzeugung nur einen Gott. Schneider erklärte, die Muslime hätten einen Platz gefunden in Neufahrn. „Sie sollen sich hier zuhause fühlen“, sagte Schneider. Sollte es einmal anders sein, dann werde man gemeinsam nach einem Weg suchen, die Probleme aus der Welt zu schaffen. „Da brauchen wir gar nicht lange diskutieren“, sagte er.

Zur Erinnerung, dass es sich bei den drei gestifteten Winterlinden in Neufahrn um einen Teil einer deutschlandweiten Baumpflanzaktion der Ahmadiyya-Gemeinden handelt, erhielt Schneider eine Tafel überreicht. Er bekam sie aus den Händen von Munir Ahmad, einem Vertreter der Zentrale in Frankfurt. „Siehtst du nicht, wie Allah das Gleichnis eines guten Wortes prägt? Es ist wie ein guter Baum, dessen Wurzel fest ist und dessen Zweige in den Himmel reichen“, zitierte Ahmad. Der Organisator der Pflanzaktion in Neufahrn, Nazir Ahmad, trat als Übersetzer auf und bedankte sich bei Schneider für die Unterstützung. Mitarbeiter des Bauhofes hatten die Aktion mit vorbereitet und halfen, die Bäume richtig zu platzieren. Christian Klinger vom Umweltreferat im Rathaus, begleitete und verfolgte ebenfalls die Pflanzaktion an der Pocci-Straße. (af)

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