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Empörung am Hang: Die großen Bäume hat man schon gefällt. Ein Unding, wie Anwohner, Umweltschütz er und Johannes Becher (3. v. r.) bei einem Ortstermin fanden. 

Ortstermin mit Grünen-Politiker

Anwohner aus Volkmannsdorf ärgern sich über Schwerlastverkehr und Schleichweg

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Die Sperrung der Hauptstraße in Volkmannsdorf dauert an, der Unmut der Anwohner wächst. Zwar steht jetzt ein Zeitplan zur Sicherung des Gehwegs und Hangs, aber Anwohner und Grüne sehen die Lage äußerst kritisch.

Wang – Dass der Gehweg entlang der Hauptstraße in Volkmannsdorf am Ligeder Berg sich absenkt, ist nicht neu. „Das ist seit zehn Jahren bekannt“, sagte Grünen-Bezirksrat Johannes Becher bei einem Treffen vor Ort. Umso weniger verstehe er die Eile des Staatlichen Bauamts, es ließ Ende 2017 die Straße halbseitig sperren und den Hang sogar teilweise roden.

Denn das Bauamt sah Gefahr in Verzug. Außerdem entfernte man während der eigentlichen Schonzeit, im März, einige große Bäume – sehr zum Ärger von Naturschützern, aber mit einer Ausnahmegenehmigung der Unteren Naturschutzbehörde. Grund genug für den Moosburger Grünen-Politiker, bei einem Lokaltermin mit Anwohnern den Stand der Dinge zu erörtern. 

Anwohner ärgern sich über Schwerlastverkehr

Dicke Brummis brettern volle Kanne durch die Hauptstraße – trotz Tonnagen-Beschränkung und halbseitiger Sperre.

Laut Becher habe man all das „in Panik“ und „aus heiterem Himmel“ gemacht. Fest steht: Die Nerven der Anwohner liegen blank. Aufgrund der Sperrung hat sich der Durchgangsverkehr durch ihre Siedlung „Am Kirchfeld“ deutlich erhöht. 

Teils müssen sie über schlammig-holprige Feldwege fahren, um zu ihren Häusern zu kommen. Erst nach und nach seien Behelfszufahrten geschaffen worden, hieß es, womit das Problem aber offenbar nicht gelöst ist. Dazu kommt, dass trotz einer Beschränkung auf 7,5 Tonnen weiterhin 40-Tonner über die nunmehr nur einspurige Straße brettern. Polizeikontrollen? Fehlanzeige. 

Naturschützer kritisiert Bauamt: „Das ist ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte“

Becher bezweifelt ohnehin, dass diese Straße sich als Staatsstraße eignet. „Bei 5,50 Metern Breite muss man einfach die Realität anerkennen und die Straße für den Schwerlastverkehr sperren.“ In Letzterem sieht er auch die Ursache für die Absenkung des Gehwegs. Ihm schwebe ein Gesamtkonzept vor, das neben der Sperrung für Lkw auch eine Gehwegsverbreiterung und eine Optimierung des Straßenverlaufs beinhalte. 

So könne man sich womöglich die Maßnahme am Hang komplett sparen, sagte Becher. Die Arbeiten am Hang stoßen auch Naturschützern sauer auf. Manfred Drobny, Geschäftsführer des Bund Naturschutzes Freising, sagte: „Das ist ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte.“ Der Hang grenze an ein FFH-Gebiet, in dem viele geschützte Arten lebten. 

Am Ligeder Berg denkt man über eine Petition nach

Nach vielen Monaten des Mutmaßens und Abwartens gibt es jetzt immerhin einen Zeitplan. Das Staatliche Bauamt hat vor, den Hang komplett zu roden, um dann ein Gitter einzuziehen. Anschließend will man neu bepflanzen. Im November sollen die Arbeiten beginnen und bis in das Frühjahr hinein dauern. In dieser Zeit müssen die Anwohner teilweise mit Vollsperrungen rechnen. Jetzt denkt man über eine Petition nach. Es bleibt also spannend am Ligeder Berg.

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