Erste Kreditaufnahme seit zehn Jahren

Haushalt verabschiedet: Wang muss neue Schulden machen

Es sind hohe Ausgaben, die kommendes Jahr in Wang gestemmt werden müssen. Trotzdem haben die Gemeinderäte den Haushalt für 2018 einstimmig abgesegnet.

Wang – Das Gesamtvolumen des Haushalts der Gemeinde Wang für das Jahr 2018 beläuft sich auf rund 9,6 Millionen Euro. Damit ist der Ansatz um 1,2 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (8,3 Millionen). Der Verwaltungshaushalt fällt mit 4,7 Millionen um vier Prozent höher aus als letztes Jahr, und auch im Vermögenshaushalt liegt man mit 4,8 Millionen Euro um 28 Prozent über den Planansätzen des Vorjahres. 

Die deutlich gestiegene Umlagekraft, bedingt durch die sehr hohe Gewerbesteuer im vergangenen Jahr von 1,7 Millionen Euro, habe auch eine Erhöhung der Kreisumlage nach sich gezogen, sagte Kämmerer Markus Sichenender. Die Kreisumlage sei auf 4,5 Millionen Euro geklettert. Deswegen erhalte man im Haushaltsjahr 2018 auch keine Schlüsselzuwendungen, genau jenes Geld nämlich, das im Rahmen des Finanzausgleichs in die Kassen der Kommune fließe. Somit könne der Verwaltungshaushalt nicht gesetzeskonform ausgeglichen werden.

Erste Kreditaufnahme seit zehn Jahren

Die veranschlagte Kreditaufnahme in Höhe von zwei Millionen Euro werde zum großen Teil für den Erwerb von Grundstücken und einem fälligen Restbetrag für die Kanalbauarbeiten an der Kreisstraße in Bergen benötigt. Seit 2007 sei erstmals wieder eine Kreditaufnahme erfolgt, betonte Markus Sicheneder.

413.000 Euro sind im Vermögenshaushalt für Baukosten am Feuerwehrhaus in Volksmannsdorferau eingestellt. Für den Bau des Vereinsheims des FC Wang stehen 188.000 Euro bereit. Restkosten in Höhe von 140.000 Euro müssen auch noch bei der Breitbandversorgung geleistet werden. Um alle Investitionen zu stemmen, ist im Haushaltsentwurf auch eine Entnahme von knapp zwei Millionen Euro aus der allgemeinen Rücklage vorgesehen. Der Schuldenstand zum 31. Dezember 2018 wurde mit 3,4 Millionen Euro beziffert. Der Hebesatz für die Gewerbesteuer wurde von 310 von Hundert auf 330 von Hundert angehoben. Damit wolle man dem erwarteten Rückgang der Gewerbesteuer entgegenwirken, sagte Bürgermeister Hans Eichinger.

Rund 1,2 Millionen Euro für das Personal

Erfreulich hoch ist in der Gemeinde der Anteil an der Einkommenssteuer. Gemäß der Steuerschätzung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung sei auch 2018 mit Mehreinnahmen zu rechnen, weshalb der Ansatz auf 1,6 Millionen Euro erhöht wurde (Vorjahr 1,5 Millionen). Da die Erhöhung der Personalausgaben der Tarifbeschäftigten für das Jahr 2018 noch nicht absehbar seien, habe man die Ansätze mit einer möglichen Erhöhung von drei Prozent kalkuliert, erklärte der Kämmerer. Personalkosten werden in einer Höhe von 1,2 Millionen Euro erwartet. Dem Haushalt 2018 wurde einstimmig Grünes Licht gegeben.

Maria Martin

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Tabuthema Analphabetismus kommt in Moosburg zur Sprache
7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland haben Probleme mit dem Lesen und Schreiben – heruntergerechnet auf Moosburg sind das schätzungsweise über 1600 Menschen. Eine …
Tabuthema Analphabetismus kommt in Moosburg zur Sprache
Schlüter Hallen: Diese neuen Geschäfte öffnen jetzt - Enttäuschung für Kinofans
Der zweite Bauabschnitt der Schlüter Hallen strebt seiner Vollendung entgegen: Ein rundes Dutzend Fachgeschäfte und Discounter wird dort zu finden sein – und die ersten …
Schlüter Hallen: Diese neuen Geschäfte öffnen jetzt - Enttäuschung für Kinofans
Areal mit vielen Fragezeichen – Nachfolgekonzept gesucht
Noch steht die Alte Halle. Aber eine Sanierung ist nach einem Gemeinderatsbeschluss jetzt vom Tisch. Die Planungen für einen Ersatzbau, eine Art Bürgerhaus, laufen. Die …
Areal mit vielen Fragezeichen – Nachfolgekonzept gesucht
Frischgebackene Brauer mit Spitzenleistungen
Den Abschluss der Ausbildung zum Brauer und Mälzer mit guten und sehr guten Leistungen absolvierten Bastian Hettler,  Sebastian Zacharias und Jannik Böckenförde vom …
Frischgebackene Brauer mit Spitzenleistungen

Kommentare