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Einiges los war gestern in Wang, als Bürgermeister Hans Eichinger (l., hellblaues Hemd) den Vertretern aus dem Landtag und vom Staatlichen Bauamt die Probleme rund um den Ligeder Berg klarmachte.

Frust über Straßensperrung

Ligeder Berg in Wang: Unhaltbare Zustände treiben Bürger und Politiker auf die Straße

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Der Wanger Problem-Berg hat gerufen – und dann wurde es richtig wild. Am Dienstag war eine ganze Ansammlung von Landtagsabgeordneten vor Ort, um die „Kuh“ Ligeder Berg vom Eis zu bringen.

Wang - Seit zwei Jahren ist die Staatsstraße an dem abrutschgefährdeten Hang einseitig gesperrt, die Zustände für die Anlieger sind eine Zumutung – und nichts passiert. Aus Verzweiflung schrieb Wangs Rathauschef Hans Eichinger eine Petition an den Landtag. Dort wurden Vertreter bestimmt, die eine zeitnahe Lösung finden sollen. Die beiden Berichterstatter des Landtags, Thorsten Schwab (CSU) und Inge Aures (SPD), waren am Dienstag ebenso vor Ort wie die lokalen Abgeordneten Benno Zierer (FW) und Johannes Becher (Grüne).

Dem Quartett und vor allem Hans Jörg Oelschlegel vom Staatlichen Bauamt schlug von der ersten Sekunde an eine hitzige Stimmung entgegen. Die Gäste konnten kam ausreden und hatten es zeitweise schwer, sich ein Bild zu machen. Auch Bürgermeister Hans Eichinger gab Vollgas. Er schimpfte, „dass wir bei der Hanguntersuchung 2017 nicht einbezogen wurden, die Ergebnisse nicht bewerten durften und von der Vollsperrung über Nacht überrascht wurden“. Mittlerweile dürfen Pkw den Berg als Einbahnstraße hinunterfahren; die lokale Umleitung hinter dem Ortsteil Volkmannsdorf ist der Fürstenweg, ein mittlerweile etwas ertüchtigter Feldweg.

Schwierige Lage

Die Abordnung des Landtags sah sich vor Ort die schwierige Lage an: An der Isar liegt die Bahnstrecke, und der Hang gehört der Deutschen Bahn, die für ihren Betrieb keine Veränderungen benötigt. Oberhalb befindet sich die Staatsstraße, die dem Freistaat gehört. Die beiden Gehwege sind im Besitz der Gemeinde Wang. Im Begegnungsverkehr großer Lastwagen mussten die Brummis immer wieder über den Gehweg fahren – und so kam es zu der Absenkung.

Ragt in die Staatsstraße: der denkmalgeschützte Stadel, der schon mehrfach von Lastwagen angefahren worden ist.

Oelschlegel sagte, dass das Staatliche Bauamt bereit sei, mit der Maßnahme und den Kosten in Vorleistung zu gehen. Er machte auch deutlich, dass während der Arbeiten viereinhalb Monate Vollsperrung unumgänglich seien. Thorsten Schwab setzte als Zielmarke, dass die Beauftragten des Landtags in sechs Wochen der Gemeinde „belastbare Aussagen“ machen wollen, wie es weitergeht.

Bis dahin wird auch geklärt, ob das Eisenbahn-Bundesamt der Maßnahme zustimmen muss. Oelschlegel betonte, dass vor dem Baubeginn noch rechtliche Fragen zu klären sind. Parallel überlegt die Gemeinde, den Gehweg an der Hangseite dem Bauamt zu überlassen. Das würde die Möglichkeit bieten, die Staatsstraße zu verbreitern. Die Landtagsabordnung sieht zudem die Voraussetzungen gegeben, ein Durchfahrtsverbot für Lkw anzuordnen. Neben extremen Kurven ragt auch ein denkmalgeschützter Stadl in die Fahrbahn – und der ist schon mehrfach von Lastwagen angefahren worden.

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