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Bald halbseitig befahrbar? Wo dieser Autofahrer vor einigen Tagen noch unerlaubt fuhr, könnte schon in dieser Woche wieder eingeschränkter Verkehr möglich sein.

Straßenbauamt arbeitet an Lösung

Volkmannsdorf: „Sperrung überzogen“ - Entlastung für Anlieger in Sicht

Die überraschende Vollsperrung in Volkmannsdorf beschäftigte jetzt auch den Wanger Gemeinderat. Wie es scheint, könnte die Lage für Anwohner bald erträglicher werden.

Wang – Seit dem 19. Dezember ist die Staatsstraße 2054 in Volkmannsdorf bei Wang gesperrt. Quasi „über Nacht“ war Bürgermeister Hans Eichinger von der „frohen Botschaft“ kurz vor Weihnachten überrascht worden (wir haben berichtet). Jetzt zeichnet sich zumindest eine halbseitige Aufhebung der Sperrung ab. Dafür gebe es aktuell vielversprechende Indizien, informierte 2. Bürgermeister Markus Stöber bei der Gemeinderatssitzung am Montag das Gremium.

Weil die Standsicherheit der Böschung am südlichen Fahrbahnrand der Ortsdurchfahrtsstraße östlich der Kirche möglicherweise nicht mehr gegeben sei, habe das Staatliche Bauamt Freising die Sperrung angeordnet, erläuterte Stöber den Gemeinderäten. Der Grund: Durch den Anbau eines Gehwegs in den vergangenen Jahren sei es zu Schäden an Straße und Fußgängerweg gekommen sowie zu einer Schiefstellung der Schutzplanken. Ein Abrutschen der Böschung könne nicht ausgeschlossen werden, hieß es von Seiten der Behörde. Nachdem ein Gutachterbüro beauftragt worden war, Maßnahmen zur Böschungssicherheit zu erarbeiten, liege dieses 111-seitige Werk mittlerweile vor und sei auch schon am vergangenen Donnerstag von den Verantwortlichen der Straßenbaubehörde diskutiert worden.

Ärger in der Gemeinde: „Bisher nicht informiert“

Was bei der Unterredung herausgekommen sei, darüber sei die Gemeinde bisher allerdings noch nicht informiert worden, monierte der stellvertretende Bürgermeister. Allerdings seien zum Wochenbeginn auf Höhe von Schloss Isareck Verkehrsschilder installiert worden, die zumindest auf eine mögliche eingeschränkte Befahrbarkeit hoffen ließen. Die Zusatzschilder mit dem Verbot für Lkw über 7,5 Tonnen signalisierten, dass zumindest die Anlieger wieder ihre Grundstücke anfahren dürften. Mit einer entsprechenden Entscheidung rechne man noch in dieser Woche.

„In unseren Augen war das sowieso alles überzogen“, sprach Stöber den Gemeinderäten aus der Seele. „Man hätte doch zumindest die Fahrbahn bis zum Parkplatz an der Kirche öffnen können.“ Die Sanierung der Ortsdurchfahrtsstraße sei noch für 2018 geplant, so der 2. Bürgermeister. Das sei schon „sportlich“ angedacht. Denn man müsse doch erst die entsprechenden Fachfirmen gewinnen können.

Das sagt die Abteilungsleiterin des zuständigen Amts

Wie die Zufahrt zum Wohngebiet „Kirchfeld“ während der Durchführung der Maßnahme geregelt werde, das stehe noch in den Sternen. Jedenfalls sei die Gemeinde Ende Februar zu einem Gespräch geladen, an dem die Deutsche Bahn AG als Besitzer der Böschung sowie das Staatliche Bauamt als Besitzer der Ortsdurchfahrtsstraße anwesend seien. „Sicherlich hat auch die Bahn ein berechtigtes Interesse an der baldigen Sanierung, so Stöber. Am Fuße des Ligeter Bergs verläuft schließlich die Regionalstrecke München-Regensburg-Nürnberg.

Das Staatliche Bauamt Freising teilte gestern auf Anfrage mit, dass man derzeit dabei sei, eine Lösung für die Anlieger zu finden. Wann dies so weit sei? „Kurzfristig“, lautete die Antwort der zuständigen Abteilungsleiterin, Sylvia Pfister. Der genaue Zeitpunkt könne derzeit allerdings noch nicht genannt werden.

Maria Martin

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