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Aussprache: Axel Boss, Leiter der Produktionsdurchführung der DB Netz AG (r.), und Zuhörer im Gemeinderat Wang.

Dauerärgernis Straßensperrung

Frust in Wang: „Bürgern ist Situation am Ligeder Berg nicht länger zuzumuten“

Beim Besuch von Verantwortlichen des Straßenbauamts und der Bahn im Gemeinderat Wang machen Anlieger ihrem Ärger über die Sperrung am Ligeder Berg Luft.

Wang – Der Geduldsfaden von Wangs Bürgermeistern, Gemeinderäten und Anwohnern in Sachen Sperrung der Staatsstraße 2085 auf Höhe des Ligeder Bergs ist bisher recht lang gewesen. Doch jetzt scheint das Ende erreicht: Was bei der Gemeinderatssitzung am Montag herauskam, bei der diejenigen Herren zu Gast waren, von deren Stellungnahmen die Beteiligten sich erhofft hatten, dass endlich das letzte Kapitel der „unendlichen Geschichte“ aufgeschlagen werden könnte, war enttäuschend.

Für den Beginn der notwendigen Arbeiten am absturzgefährdeten Hang sei ein Zeitpunkt noch nicht benennbar, sagten Hans-Jörg Oelschlegel, Bereichsleiter der Abteilung Straßenbau am Staatlichen Bauamt Freising, und Axel Boss, Leiter der Produktionsdurchführung der DB Netz-AG. „Es gibt noch einige vertragliche Fragen zu klären“, sagten sie. Die Anwesenden quittierten diese Aussage mit Unverständnis: „Das ist doch Bla-Bla“, schimpfte ein Volkmannsdorfer Bürger.

Unbefriedigende Antworten von den Verantwortlichen

Seit Dezember 2017 leiden die Anwohner unter der zunächst angeordneten Vollsperrung, später unter einspuriger Sperrung der Ortsdurchfahrt. Bürgermeister Hans Eichinger hatte zu Beginn der Sitzung noch einmal herausgestellt, dass die Gemeinde all die für sie verfügbaren Mittel aufgebracht habe, um die Belastung für die Bürger abzufedern. Man habe eine Umleitung durch ein Wohngebiet ertüchtigt, die Fläche für deren Zufahrt gepachtet und asphaltiert. Der Pachtvertrag laufe demnächst aus, meinte Eichinger.

Im Petitionsausschuss des Landtags habe er das vor Kurzem auch so dargestellt: als „mühsame Sache“. „Wir haben viel Geduld investiert, aber wir kommen nicht weiter“, betonte Eichinger. Doch weder Hans-Jörg Oelschlegel vom Staatlichen Bauamt, noch Axel Boss von der DB-Netz-AG konnten befriedigende Antworten geben.

„Projektablauf bisher nicht optimal“

Wie berichtet, sind laut Gutachten zwölf Meter Fläche am Hang des Bergs absturzgefährdet. Als Maßnahme wird eine Vernagelung des Geländes mit Netzen angestrebt. Die Baufirma sei beauftragt, sagte Boss. Er gestand den Anwesenden zwar ein, dass der Projektablauf bisher nicht optimal gewesen sei und es sehr lange gedauert habe, bis Baurecht geschaffen worden sei. Doch das liege mittlerweile vor. Es gebe allerdings noch einige Details zu klären. Zwei Vertragswerke müssten noch unterzeichnet werden.

Der Bürgermeister forderte: „Geben Sie die zweite Spur frei, ab morgen.“ Sollte sich die nächsten Wochen nichts bewegen, so werde man an Beschreitung des juristischen Weges denken, kündigte er an. „Unseren Bürgern ist diese Situation nicht länger zuzumuten.“ – „Wir können den Knoten heute noch nicht zerschlagen“, erwiderte Oelschlegel. Das Gutachten sage: „Mehr als eine Spur ist nicht drin“. Und so heißt es nun wohl wieder: Fortsetzung folgt.

Maria Martin

Lesen Sie auch: Weil in Langenbachs Pfarrkindergarten zwei Erzieherinnen ausgefallen sind, musste die Einrichtung geschlossen werden. Die Eltern improvisieren nun notgedrungen. Außerdem: Die Polizei warnt Hundebesitzer: Im Landkreis sind Köder mit blauer Substanz entdeckt worden. Und: Das Landratsamt Freising rät den unschuldig in Not geratenen Fischzüchtern aus der Region, Fördergelder zu beantragen. Die Züchter halten das für „Augenwischerei“.

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