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Der Wanger Haushalt für das Jahr 2021 birgt einige Unwägbarkeiten.

Ernüchternde Zahlen

Corona bringt Haushalt kräftig durcheinander: Kämmerin hat Tipp für Wanger Räte

  • vonNico Bauer
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Die Corona-Pandemie hat den Haushalt der Gemeinde Wang kräftig durcheinandergebracht. Die Kämmerin hatte eine Empfehlung.

Wang – In Wang hat die Pandemie spürbar zugeschlagen und den Haushalt der Gemeinde kräftig durcheinandergebracht. Einerseits ist die Gewerbesteuer spürbar eingebrochen, auf der anderen Seite erreicht die Kreisumlage eine Rekordhöhe. Das hat die logische Folge, dass man sich weiter verschulden muss. Auch wenn die Lage noch nicht kritisch ist, gab Kämmerin Sabine Fischer den Räten mit auf den Weg, die freiwilligen Leistungen auf den Prüfstand zu stellen.

„Die Zahlen sind ziemlich ernüchternd“

„Die Zahlen sind ziemlich ernüchternd“, kommentierte Bürgermeister Markus Stöber den Haushalt mit Blick auf den dramatischen Einbruch der Gewerbesteuer. Zwischen 2015 und 2019 hatte man Rechnungsergebnisse zwischen 1,11 und 1,76 Millionen Euro. Gegenüber den 1,35 Millionen von 2019 bedeutet der Ansatz im Haushalt 2021 mit 850 000 Euro ein Minus von einer halben Million Euro. Bei der Beteiligung an der Einkommenssteuer sind die 1,82 Millionen im Haushalt minimal weniger als im Vorjahr.

Wegen der guten Zahlen aus den vergangenen Jahren gibt es auch Probleme. Heuer bekommt die Kommune nur noch 57 000 Euro Schlüsselzuweisung. In punkto Ausgaben sind 1,61 Millionen Euro Kreisumlage ein Spitzenwert.

Haushalt hat ein Volumen von 7,67 Millionen Euro

In der Summe ist es nicht verwunderlich, dass eine Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt nicht zu denken ist. 306 000 Euro müssen vom Vermögens- zum Verwaltungshaushalt überwiesen werden, um diesen in einem besonderen Jahr auszugleichen. Geplant sind dieses Jahr 450 000 Euro Entnahme aus den Rücklagen sowie 800 000 Euro Kreditaufnahme.

Bis Ende 2021 sollen die Verbindlichkeiten der Gemeinde auf 3,8 Millionen Euro ansteigen. Deshalb regte Kämmerin Fischer an, für die Abfederung des erheblichen Einbruchs die freiwilligen Leistungen der Gemeinde anzuschauen und auch bei den Pflichtaufgaben zu prüfen, ob die eine oder andere Investition geschoben werden kann.

Der Haushalt der 2554-Einwohner-Kommune hat ein Volumen von 7,67 Millionen Euro: 5,11 im Verwaltungs- und 2,57 im Vermögenshaushalt – ein ähnliches Niveau wie 2018 und 2019. Die wichtigsten Investitionen sind heuer Grundstückskäufe (785 000 Euro), der Neubau von Geh- und Radwegen (420 000), der Kostenersatz am Ligeder Berg (150 000), die Breitbandversorgung (144 000), Erschließungsmaßnahmen (104 000) sowie die Planung des neuen FFW-Hauses in Sixthaselbach (20 000).

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