Ein Mann telefoniert in der Nähe eines Mobilfunkmasten
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In der Gemeinde Wang soll bald ein neuer Funkmast errichtet werden. (Symbolbild)

Anwohnerkritik in Sitzung

Standort für Funkmast beschlossen: Wang ebnet Weg für besseres Netz

  • vonNico Bauer
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Die Gemeinde Wang hat einen Standort für einen Mobilfunkmast gefunden. Der Gemeinderat sieht von dem Mast zwischen den Feldern kein Risiko ausgehen.

Wang – Es war das Ergebnis einer wahrlich intensiven Suche: Nach rund eineinhalb Jahren hat die Gemeinde Wang einen Standort für einen Mobilfunkmast gefunden. Dieser befindet sich auf freiem Feld zwischen den Orten Sixthaselbach und Scheckenhofen. Der Gemeinderat gab für den Standort jetzt einstimmig grünes Licht.

Zur Sitzung waren drei wegen der Strahlung besorgte Bürgerinnen gekommen. Bürgermeister Markus Stöber zeigte Verständnis für die Sorgen um die Gesundheit, betonte aber die Freude bei der Mehrheit der Bürger: „Viele Leute fragen mich immer wieder, wann man endlich einen guten Handyempfang hat.“ Dem habe man mit der Festlegung auf einen Standort nun Rechnung tragen müssen. Markus Stöber war mit dem Ergebnis der Suche zufrieden, „weil wir auch einigermaßen weit entfernt sind von Sixthaselbach“. Noch etwas weiter ist die Distanz zu Inzkofen und Scheckenhofen, In der direkten Nachbarschaft liegt nur ein Bauernhof, aber die dort lebende Familie kann mit dem Mobilfunkmast leben.

In einem Umkreis von 500 Metern rund um den geplanten Funkmaststandort zwischen Sixthaselbach und Scheckenhofen gibt es nur ganz vereinzelte Wohnbebauung.

Die Station wird auf 106 Quadratmetern Fläche mit einer Masthöhe von 40 Meter gebaut. Der Antragsteller Vantage Towers baut für den Anbieter Vodafone, dessen Kunden in großen Teilen des Gemeindegebiets Wang keinen Empfang haben. Der Gemeinderat hat mit der Baugenehmigung beschlossen, dass auch die anderen Anbieter ihre Anlagen an dem Mast anbringen können, wie das in der Regel üblich ist. Damit sollte das Gemeindegebiet dann auch bei allen wichtigen Mobilfunkanbietern gut abgedeckt sein.

Die der Anlage kritisch gegenüber stehenden Bürgerinnen verlangten nach Informationen zur Sendeleistung. Hierauf antwortete Stöber, dass die Anlage mit dem 4G-Standard geplant sei. Er könne aber nicht ausschließen, dass in Zukunft ein Ausbau zur neueren 5G-Technologie erfolgen könne. Das Gremium legte mit dem Beschluss auch fest, dass nur Mobilfunk an dem Mast angesiedelt werden darf und keine anderen Technologien.

Wegen der Sorgen vereinzelter Bürger hatte die Gemeinde Infoveranstaltungen abgehalten und Gemeinderat Michael Müller an einem Online-Vortrag mit einem Experten des Landesamts für Umwelt teilgenommen. Dabei sei deutlich gemacht worden, dass von den Smartphones deutlich mehr Strahlung ausgehe als von den Mobilfunkmasten. „Es passt nicht zusammen, wenn man sich über den Sendemast beschwert und dann das Handy im Hosensackerl hat“, sagte Müller. Der Gemeinderat sieht vom Wanger Mast zwischen den Feldern kein Risiko ausgehen: „Der sieht nicht schön aus, aber er tut keinem Menschen etwas.“

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