Zwischen Volkmannsdorf und Edlkofen

Wanger Gemeinderat stimmt für Radweg-Planungen 

In seiner jüngsten Sitzung hat der Wanger Gemeinderat die Weichen für einen Radweg zwischen Volkmannsdorf und Edlkofen gestellt. An dem Projekt soll sich auch die Nachbarkommune Bruckberg beteiligen.

Wang – Mit Spannung warteten die anwesenden Zuhörer auf den dritten Tagesordnungspunkt: Ein halbes Dutzend Bürger war am Montag zur Wanger Gemeinderatssitzung erschienen, um die Diskussion über den lang ersehnten Radweg von Volkmannsdorf nach Edlkofen zu verfolgen. Am Ende war ein Meinungsaustausch nicht vonnöten und eine Entscheidung schnell herbeigeführt.

„Das Thema steht schon seit langer Zeit auf der Agenda“, betonte Bürgermeister Hans Eichinger einleitend. Bisher sei man davon ausgegangen, dass der Radweg nördlich von der Bahnseite realisiert werden sollte. „Wir haben mit der Deutschen Bahn als Eigentümer verhandelt, die hat uns aber letztendlich einen Korb gegeben“, sagte Eichinger. Begründung: Es werde nicht davon ausgegangen, dass die Gemeinde die Mindestabstände einhalten könne. „Jetzt haben wir nach Alternativen gesucht und streben für den Radweg den südlichen Bereich der Bahnseite an.“ Ein bestehender Wirtschaftsweg, der für Gleisarbeiten im Bereich des Bahnkörpers errichtet wurde, könne laut Bürgermeister zum Radweg ausgebaut werden. „Hierzu gibt es weder von der Bahn noch vom Forst Einwände.“

Ingenieurbüro beauftragt

Ende Mai hatte sich der Rathauschef mit Bruckbergs Gemeindechef Wilhelm Hutzenthaler getroffen. „Wir werden das als Gemeinschaftsprojekt angehen.“ Schon allein aus finanzieller Sicht erscheint dies sinnvoll: „Bei dem Stück von der Isarbrücke bis zur Mühlbachstraße würden wir nicht über die Bagatellgrenze von 100.000 Euro kommen. Alles darüber wird vom Staatlichen Bauamt bezuschusst.“ Bis zu 70 Prozent der Kosten könnten so übernommen werden. Bei einer geschätzten Summe von 260.000 Euro also nicht gerade unwichtig.

Für die Ausarbeitung der Pläne soll das Ingenieurbüro Bulhoes & Partner aus Taufkirchen fungieren. Das Unternehmen hatte bereits 2014 erste Entwürfe ausgearbeitet. „Uns wurde ein Angebot über 28.600 Euro vorgelegt, welches sich nach der Kostensumme richtet“, erklärte Eichinger. Das Gemeindeoberhaupt warnte aber auch: „Ich kann natürlich nicht garantieren, dass der Radweg in ein bis zwei Jahren realisiert ist.“ Auch bei anderen Projekte warte die Gemeinde auf ein Vorankommen, beispielsweise der Radweg Richtung Moosburg. „Da liegen die Pläne seit mehr als einem Jahr beim Ministerium. Das ist nun mal leider so. Die Radwege-Entwicklung scheint keine so hohe Priorität zu haben.“

Eichinger wolle dennoch nicht negativ an die Sache herangehen. „Das wird ein landschaftlich reizvoller Radweg.“ Das Gremium sah dies ähnlich: Einstimmig wurde die Planungsleistung an das Taufkirchener Ingenieurbüro vergeben.

Anna Schledzinski

Rubriklistenbild: © dpa

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