Genug ist genug: Die Firma ProLogis wollte um 11,7 Hektar wachsen. Aber die Räte sagten Nein. Foto: Glx

Warum "ProLogis" nicht wachsen darf

Neufahrn - Mit Logistik hat der neue Gemeinderat nicht mehr viel am Hut. Da halfen der Firma ProLogis selbst freiwillig auferlegte Umweltvorgaben nichts. Der Antrag auf Erweiterung des Betriebsgeländes am Römerweg fiel in Bausch und Bogen durch.

„Sie sehen keinen Lkw, die verschwinden komplett dahinter“, argumentierte Sascha Petersmann in Sachen Sichtschutzwall. Der ProLogis-Vizepräsident für den Raum Südbayern und sein Mitstreiter, ProLogis-Deutschland-Manager Thomas Karmann, gaben sich redlich Mühe im Gemeinderat, ihr Projekt so umweltverträglich und anpassungsfähig wie möglich darzustellen.

Der von ProLogis geplante neue Gewerbepark sollte direkt an der B 11 im Anschluss an das bestehende, 17 Hektar große Firmen-Areal entstehen. Unter optimierten Bedingungen, wie die beiden Firmenvertreter erklärten. Kaum mehr Verkehr, kaum mehr Lärm im Bereich des Ortsteils Mintraching versprachen sie, weil die Hallen den Lärm abhalten und man sich um eine bessere Anbindung des Öffentlichen Nahverkehrs kümmern werde. Weniger Hallen, mehr Büros und etwa 300 zusätzliche Mitarbeiter führten die Antragsteller als Argumente für ihren geplanten Logistikpark in Neufahrn ins Feld. Der durch die Bank formulierten Kritik, dass man sich grundsätzlich andere Ziele gesetzt habe in der gewerblichen Entwicklung, hielt Petersmann entgegen, er und sein Unternehmen könnten sich durchaus auch Produktionsstätten vorstellen auf dem Areal: etwa für Autobauer wie Mercedes und BMW, respektiver deren Zulieferer.

Besagter Wall, der laut Karmann bis zu acht Meter in die Höhe ragen und um das ganze Gelände herumreichen soll, stieß auf Zustimmung. „Ich bin für den Wall, aber gegen die Erweiterung“, machte Grünen-Gemeinderat Christian Meidinger nach der Vorstellung des ehrgeizigen Projektes deutlich. Sogar Burghard Rübenthal (CSU) der betonte, dass seine Partei der Wirtschaft und deren Entwicklung im Ort in der Regel positiv gegenüberstehe sprach sich klar gegen das Projekt aus. Es passe nicht zu den Vorstellungen von „einem modernden Gewerbe-Mix“, nicht zu der Vielschichtigkeit die man sich vorstelle.

Beate Frommhold-Buhl (SPD) stieß ins gleiche Horn: Man habe zu lange auf Logistik gesetzt. Es sei Zeit, „das Ruder herumzureißen“, sagte sie. Lediglich Ingrid Funke (FDP) bedauerte die Ablehnung. „ProLogis war immer ein Partner, der sein Worte gehalten hat“, gab sie zu bedenken und stimmte als einzige für den Antrag.

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