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Schon im Jahr 2015 erfolgte in der Isar zwischen Achering und Freising ein teilweiser Rückbau der Uferbefestigung und der Einbau von Buhnen (kleine Dämme).

Wasserwirtschaftsamt baut Stützschwellen bei Achering

Isarbett wird frisch aufgepolstert

Freising - Der Isarboden wird demnächst nahe Achering saniert. Der Flussgrund wurde durch die Hochwasser der vergangenen Jahre stark ausgeschwemmt. Jetzt soll durch das Einbauen von Schwellen das Anlagern von Schwemm-Gestein möglich werden.

„Noch in dieser Woche wird das Wasserwirtschaftsamt München beginnen, in der Isar auf Höhe Eggertshofen (nahe Achering) eine sogenannte Sohlstützschwelle zu errichten“, informiert Stefan Kirner vom Wasserwirtschaftsamt Freising. Diese Schwelle, die quer zur Fließrichtung eingebaut wird, ragt unter Wasser so hoch über den Flussgrund hinaus, dass sich im dort stark ausgeschwemmten Flussbett neues Gestein anlagern kann. 

„Die Acheringer Schwelle ist ein wichtiger Bestandteil des Gesamtkonzeptes zur Flussgrund-Stabilisierung der Isar“, schreibt Projektleiter Kirner. Das Gewässerbett zwischen Achering und Freising sei durch die Hochwasser der vergangenen Jahre stark in Mitleidenschaft gezogen worden, berichtet er: „Noch 1999 lag die Sohle in diesem Bereich etwa einen Meter höher.“ 

Mit jedem Hochwasser bestehe die Gefahr , dass der Flussgrund weiter ausgewaschen werde. Zudem habe sich die Isar zum Teil schon durch die obere Kiesdeckschicht gegraben. Kirner: „Deshalb besteht die Gefahr, dass bei Hochwassern auch die tiefer liegenden sandigen und damit weniger widerstandsfähigen Schichten angegriffen werden.“ Um dieser Tendenz entgegenzuwirken, werde neben dem Einbau der Stützschwellen auch die Uferbefestigung rückgebaut. Das verbessere die Versorgung des Flusses mit Gesteinsmaterial aus der Uferböschung. Die Experten nennen das eine verbesserte „Seitenerosion“. Das Gesamtkonzept umfasst neun Sohlstützschwellen zwischen Achering und Freising.

Erwünschter Nebeneffekt dieser Maßnahme ist zudem, dass durch die Verbesserung der Uferstruktur neue Lebensräume für Fische und Kleinlebewesen geschaffen werden. 

Gut zu wissen

- Die Zufahrt für die Materialanlieferung erfolgt über die Behelfsbrücke der B301.

- Es wird mit einer Lieferung von 300 Tonnen Wasserbausteinen (zwölf Lkw-Ladungen) pro Tag gerechnet, weshalb entlang der Zufahrt Ausweichbuchten errichtet werden, die aber wieder rückgebaut werden.

- Ende Januar 2017 soll alles fertig sein.

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