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Eitel Sonnenschein beim KSV Goldach

Das Watt-Turnier ist die einzige Baustelle

Goldach - Andernorts kämpfen Krieger- und Soldatenvereine ums Überleben. Ganz anders in Goldach: Die Mitgliederzahl liegt konstant bei 150, das Vereinsleben und die gesellschaftliche Teilhabe sind rege. Verantwortlich dafür ist eine aktive Vorstandschaft – die das volle Vertrauen der Mitglieder genießt.

Dementsprechend wurde bei den turnusgemäßen Neuwahlen die komplette Führung einstimmig bestätigt: Rudi Lamprecht (1. Vorsitzender), Georg Lachner (Stellvertreter), Stefan Kasian (Kassier), Robert Heilmair (Schriftführer, Beisitzer), Josef Lamprecht (Beisitzer), Hans Helminger (Reservistensprecher), Richard Kaiser und Josef Gruber (Revisoren) verlängerten ihre Amtszeit.

Zuvor hatte sich der Vereinschef in seinem Rechenschaftsbericht sehr zufrieden geäußert: In der Versammlung durfte Lamprecht einen Neuzugang begrüßen – und sich freuen, dass trotz einiger Todesfälle die Mitgliederzahl konstant bei 150 liegt. „Da könn’ ma stolz sein“, so Lamprecht. Vier Vorstandssitzungen, die Teilnahme an Frühjahrs- und Herbsttagung in Freising, der Wiesn-Einzug mit einer stattlichen Abordnung, vereinsinternes Schafkopf- und Watt-Turnier, Vereinsausflug an den Bodensee, Bürgerschießen und Teilnahme am Stockschützenturnier zählten zu den gesellschaftlichen Aktivitäten des Vereins.

Bei der Sammlung der Kriegsgräberfürsorge brachte man es mit nur drei Sammlern auf stolze 2578 Euro und damit das zweitbeste Sammelergebnis in der Vereinsgeschichte. Einzig das vereinsinterne Watt-Turnier im September fand vergleichsweise wenig Zuspruch. Eine Terminverlegung in den November und eine doch sehr spezielle Einladung an die Damenwelt soll’s nun richten: „Ich möchte den Damen ja nicht zu nahetreten, aber in der Regel sind sie die schlechteren Kartenspieler. Aber es geht ja in erste Linie um die Gaudi“, sagte Lamprecht – zum Amüsement der Vereinskollegen.

„An die Nieren gegangen“ ist nach Lamprechts Worten eine historische Film-Dokumentation über das Kriegsgeschehen in Freising, die im Rahmen eines Kaffeekranzels gezeigt wurde. Lamprecht appellierte – speziell an die jüngeren Vereinsmitglieder – sich stärker einzubringen. Sei es beim Kriegerjahrtag oder bei der Unterstützung der Kriegsgräbersammlung, die einen wichtigen Beitrag für die Trauerarbeit der Hinterbliebenen und gegen das Vergessen leiste.

Nun richtet der KSV Goldach den Blick schnurstracks nach vorn: Denn 2021 steht das „Hunderjährige“ des Vereins an. Ab kommendem Jahr soll ein Festausschuss die Feierlichkeiten für das Vereinsjubiläum vorbereiten. Das notwendige finanzielle Polster dafür ist, wie Schatzmeister Stefan Kasian in seinem Kassenbericht aufzeigte, vorhanden.

Feiern lassen durften sich bei der Versammlung auch zwei langjährige Mitglieder: Josef Dichtl gehört seit 50 Jahren dem Verein an. Rudolf Hamburger bringt es gar auf 60 Jahre. Rudolf Lamprecht konnte beiden Jubilaren dafür das Ehrenkreuz anheften. Josef Lamprecht durfte seine „Zwanzigjähriges“ feiern.

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