Wegmarken auf dem Pfad zur Weihnacht

Neufahrn - Es sind 28 verschiedene Krippen - und keine gleicht der anderen. Beim diesjährigen Neufahrner Krippenweg gibt es in zahlreichen Schaufenstern wieder die Darstellung des Geschehens im Stall von Bethlehem zu bewundern. Ein Weg, den Jung und Alt gehen können.

„Jede Krippe ist eine Wegmarke auf dem Pfad zur Weihnacht.“ So beschreibt Ernest Lang, erster Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins, den Neufahrner Krippenweg, den es seit vergangener Woche zu bestaunen gibt. Zwischen dem Bahnhof und der alten Kirche Sankt Wilgefortis schmücken sie die Schaufenster verschiedener Geschäfte und Institutionen: Die 28 Krippen, von denen jede einzigartig ist. Von einer ungarischen Mais-Krippe über eine Lego-Krippe, von einer Bananenblatt-Krippe über eine prächtige alpenländische Krippe erwartet alle Interessierten in jedem Schaufenster eine andere Darstellung des Geschehens im Stall von Bethlehem.

Zur Eröffnung des diesjährigen Krippenwegs fand vergangenen Samstag eine ökumenische Andacht in der Evangelischen Auferstehungskirche statt. Die Pfarrer Reinhold Henninger und Otto Steinberger läuteten damit die Adventszeit ein. „Es ist eine gute Tradition, auch wenn es erst ein Mal war“, beschrieb Henninger den zweiten Neufahrner Krippenweg. Und legte den Anwesenden ans Herz: „Beim Anschauen der Krippen gehört auch die biblische Botschaft dazu.“ Dem pflichtete Steinberger bei: „Jede Krippe hat ihre eigene Aussage. Man sollte sie sich nicht im Schnelldurchlauf ansehen.“

Und so sangen die Anwesenden, unter denen auch Bürgermeister Franz Heilmeier war, aus voller Kehle „Macht hoch die Tür“ - schon voller Vorfreude auf all die verschiedenen Krippen.

Doch zuvor lag es Ernest Lang am Herzen, sich bei all den Beteiligten zu bedanken: „Einen solchen Krippenweg kann man nur organisieren, wenn man engagierte Helfer hat.“ So gab es ein ganz besonderes Dankeschön an Krippenbauer Helmut Hinterberger, der „die Seele des Krippenwegs“ war. Doch auch Monika Peißl, Georg Fuß, Adi Olf und Beate Frommhold-Buhl sowie alle Privatleute, die ihre Hauskrippe zur Verfügung gestellt hatten, wurden besonders hervorgehoben.

Etwa fünf Wochen hat die Organisation des Krippenwegs in Anspruch genommen. „Die letzte Woche war intensive Arbeit“, erzählte Ernest Lang. Die Geschäfte hatten ihre Schaufenster frei geräumt und die detailreichen Schnitzereien wurden darin aufgebaut. Auch in den Kirchen Sankt Wilgefortis, Sankt Franziskus und - ab Freitag, 23. Dezember - in der Evangelischen Auferstehungskirche gibt es die biblischen Kunstwerke zu bestaunen.

Noch bis Freitag, 6. Januar, können alle Interessierten die 28 Krippen bewundern.

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