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Das wegweisende Ja für das Wippenhausener Feuerwehrhaus

Kirchdorf - Die Weichen für den Neubau des Feuerwehrhauses in Wippenhausen sind gestellt. Mit drei Gegenstimmen hat der Gemeinderat das Millionenprojekt beschlossen. Die Gemeinde wird dafür laut Kostenschätzung rund 785 000 Euro hinblättern.

„Ich bin froh über die Entscheidung. Eine Alternative hätte es nicht mehr gegeben“, sagte Bürgermeister Konrad Springer auf Anfrage.

Diesem wegweisenden Beschluss war eine detaillierte Vorstellung der Kostenschätzung durch Springer und den Planer Peter Wacker vorangegangen. Der hatte für das Gebäude Kosten in Höhe von rund 749 000 Euro ermittelt. Die Kosten für die Außenanlagen und die Nebenkosten belaufen sich auf rund 300 000 Euro. Der Anteil der Eigenleistungen - hier hat man laut Springer rund 7000 Stunden angesetzt - liegt bei geschätzten 103 000 Euro. Die Gemeinde rechnet mit einem Zuschuss in Höhe von 93 000 Euro. Der Verkauf des alten Feuerwehrhauses wird etwa 70 000 Euro bringen. Die Gemeinde muss somit noch rund 785 000 Euro berappen.

Springer betonte, dass die Eigenleistung noch „Potenzial nach oben“ habe: „Wir haben den Anteil zunächst sehr gering angesetzt.“ Nach Ansicht von Wildgruber werden die geschätzten Eigenleistungen „deutlich übertroffen“.

Die Kosten seien zwar „sehr hoch“, fanden Susanne Ackstaller und Elisabeth Hörand. Da aber die Vorarbeiten soweit abgeschlossen seien, „stellt sich die Frage nicht mehr, es nicht zu bauen“, sagte Ackstaller. Hörand regte jedoch an, die Kosten zu deckeln. Laut Springer sei dies nicht notwendig, da die einzelnen Gewerke im Gemeinderat beraten und freigegeben werden sollen.

Wie denn das mit den laufenden Kosten für das Feuerwehrhaus geregelt werden soll, wollte Uwe Gerlsbeck wissen. „Eine kostenlose Überlassung wird wohl nicht möglich sein“, sagte der Bürgermeister. Man überlegt, von den Vereinen für die Gebäudenutzung Miete beziehungsweise Pacht zu verlangen.

Mit 10:3 Stimmen wurde der Neubau auf den Weg geschickt. Jetzt kann das Bebauungsplanverfahren in die Wege geleitet werden. Springer geht davon aus, dass - wenn alles nach Plan läuft - im Frühjahr die Bauarbeiten beginnen können.

Gut zu wissen

Im neuen Feuerwehrhaus sollen neben der FFW Wippenhausen auch der Schützenverein mit einem Schießstand sowie Räumlichkeiten für die Dorfgemeinschaft untergebracht werden. Die Pläne wurden mehrfach abgespeckt, der jetzt vorhandene Platz ist gerade ausreichend. Mehr, so Springer, hätte man nicht mehr streichen können.

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