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Wie sehr das Jesuskind die Weihnachtszeit in den Andenregionen bestimmt, davon erzählten die Lieder der bayerisch-bolivianischen Gruppe Karumanta.

Weihnachtskonzert in der Freisinger Bank

Musikalische Reise zu „El Nino“

Überall auf der Welt wird Weihnachten gefeiert, gesungen und musiziert. Wie es sich anhört, wenn bayerische Weihnachtsweisen und die Klänge der südamerikanischen Anden-Regionen aufeinandertreffen, das durften die Zuhörer genießen, die am Donnerstagabend zur Bayerisch-Bolivianischen Weihnacht in die Galerie der Freisinger Bank gekommen waren.

Freising – Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Die Bank mit dem guten Ton“ waren die Gruppe Karumanta, das 3Klang Posaunenquartett sowie die Furtner Geiger zu hören. Dass das „El Nino“ – das Christkind – als Klima-Anomalie so manchem Meteorologen Sorge bereitet, davon war beim Konzert in der Freisinger Bank rein gar nichts zu spüren.

Viel Applaus gab es für das außergewöhnliche Programm der Bayerisch-Bolivianischen Weihnacht in der Freisinger Bank.

Wie sehr das Jesuskind die Weihnachtszeit in den Familien auf der anderen Seite der Welt bestimmt, davon erzählten die Lieder, die die bayerisch-bolivianische Gruppe Karumanta mitgebracht hatten. Denn in Bolivien sei die Krippe mit dem Kind das „Wichtigste“ am Fest. Nicht das Heilige Paar mit Maria und Josef, den Hirten, Ochs und Esel, sondern das Jesuskind werde alle Jahre neu eingekleidet.

Die wunderschöne Weise „Nino manuelito“ oder das „Adoración al nino Jesus“ zeugten davon. Mit den typischen Zupf-,Windblas- und Rhythmusinstrumenten aus den südamerikanischen Andenregionen verliehen die Musiker der eher nüchternen Galerie einen ganz besonderen Zauber. Apropos Rhythmen: Der „Saya“, ein afrikanisch-bolivianischer Rhythmus oder der Huayno und der Carnavalito, beides traditionelle indianische Tanzrhythmen, fuhren in Hände und Beine. Die Gäste ließen sich gerne dazu hinreißen, mit zu klatschen und die Füße wippen zu lassen.

Was zur bayerischen Weihnacht gehört – die traditionelle Weise „zu Bethlehem geboren“ oder „Es wird so glei dumpa“, das durfte nicht fehlen. Wie könnte das festlicher rüber kommen, als mit tiefem Blech und Saiteninstrumenten. Das 3Klang-Posaunenquartett interpretierte die traditionellen Lieder und die „Furtner-Geiger“, eine Formation aus jungen Freizeitmusikern, die gelegentlich in der Freisinger Traditionsgaststätte zusammen kommen, spielten eher weniger bekannte Stücke, die weihnachtliche „Ur-Gefühle“ hoch kommen ließen. Zwischendurch las 3Klang-Chef Gottfried Herrmann aus den Niederschriften zweier „Lausbuben“, wie sie das Weihnachtsfest in ihren Familien erlebten.

Gar nicht „kitschig“ klang das, wenn die Buben die Familienkrippen auch mal mit Figuren aus ihrer Spielzeugkiste ergänzten. Ganz zum Schluss sang man gemeinsam das „Gloria in excelsis Deo“. „Wenn alle Menschen soviel Musik im Herzen hätten, wie die Ausführenden an diesem Abend dürfte es eigentlich keine Kriege geben“, meinte Herrmann ganz zum Schluss des eindrucksvollen Abends.

                                                                                                                                  Maria Martin

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