Weil der Sport in den Vereinen keine Nebensache ist

Moosburg - Das Präsidium des Bayerischen Landessportverbandes kam zur Basis und informierte im historischen Zehentstadel in Moosburg die Vereinsvertreter der Sportkreise Freising und Erding

Nicht jeder Verein aus den Sportkreisen Freising und Erding hatte einen Vertreter geschickt. Aber: „Ich gehe davon aus, dass die Elite der Vereine anwesend ist“, begrüßte BLSV-Vizekreischefin und Moderatorin Margit Conrad am Freitag die rund 100 Abgesandten ihrer Clubs im Moosburger Zehentstadel. Der Bayerische Landessportverband hatte dort zur Infoveranstaltung „BLSVdirekt“ eingeladen – quasi ein „Jetz red i“ für Sportler.

Schon bei seinem Amtsantritt 2004 hatte sich BLSV-Präsident Günther Lommer vorgenommen, den Kontakt mit der Basis zu intensivieren, die Kluft zwischen Verbandsspitze und Vereinen abzubauen.

4,4 Millionen Mitglieder zählt der BLSV in seinen 12 000 Vereinen derzeit – Tendenz steigend. „Das ist Ihr Verdienst, das sind Ihre Mitglieder“, rief Lommer den Zuhörern zu. Dergrößte Zuwachs findet nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei den 18- bis 27-Jährigen und den Senioren statt.. Alles wunderbar, wären da nur nicht die 27 bis 40-Jährigen – denn hier zeigt der Landessportverband-Daumen nach unten. „Wir machen ihnen wohl nicht das Angebot, das sie gerne hätten“, glaubt der BLSV-Chef. Und davon wiederum profitierten Fitness-Studios und Volkshochschulen. Deshalb forderte er die Vereine zum Umdenken auf. Schließlich könne man auf die vielen Übungsleiter, Betreuer oder aktiven Väter in dieser Altersgruppe keinesfalls verzichten. Entsprechende Angebote, die Clubs in ihr Repertoire aufnehmen könnten, hatte zuvor bereits Lommers Stellvertreter Otto Marchner vorgestellt: Wie die Qualitätssiegel „Sport pro Gesundheit“ und „Sport pro Fitness“ (als Konkurrenz von McFit und Co.) oder den von Krankenkassen und Ärzten unterstützten „Gesundheits-club im Verein“.

Um sein Vorhaben „Wir wollen einen Marke werden“ weiter voranzutreiben, musste Günther Lommer auch eine eher negative Nachricht vermelden: Demnächst müssen sich die Vereine auf eine Betragserhöhung von voraussichtlich 3,5 Cent pro Mitglied einstellen. Andererseits ist der Verbandspräsident optimistisch, dass die Investitionszuschüsse für Bauvorhaben von BLSV-Vereinen künftig noch besser fließen. So sei eine Erhöhung der Staatsförderung von bislang fünf auf zehn Millionen Euro in Aussicht.

Neben Lommer und Marchner informierten auch noch drei andere Referenten die Vereinsvertreter: So sprach der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Jörg Ammon über „Steuer und Finanzen“, Dieter Huber von der ARAG stellte die Vorzüge der „Sportversicherung“ vor und Dr. Bert Stautner äußerte sich zu Servicefragen, wobei er auf die kostenlose BLSV-Beratung seitens eines Anwalts und einer Steuerkanzlei hinwies. Im Anschluss an die Kurzvorträge konnten die Gäste an einer der speziellen „Themeninseln“ konkrete Fragen stellen, um vielleicht das eine oder andere Problem zu lösen. Auch hier wurde klar: Sport ist alles andere als eine Nebensache.(ba/mac)

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